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Kauderwelsch, kompetent, lächelnd.
Yeasayer
Odd Blood
| Label | Mute |
|---|---|
| Vertrieb | Good To Go |
| VÖ-Datum | 5.2.2010 |
Dem Trübsal ein Ende setzen, Euphorie verbreiten, stürmisch und überschwänglich erscheinen. Dabei jedoch keines der neuen Stücke der überdrehten und hochgeschwinden Raserei verfallen lassen. So viel tut das Zweitwerk der Yeasayer von Beginn bis Ende.
Bereits das Debütalbum war besonders dick und mit vielen Farben aufgetragene Popopulenz. Vielschichtig komprimierten die Lieder westliche Pop- und ältere Musiktraditionen unterschiedlicher Kontinente. Die Freude haben die US-Amerikaner allerdings vorerst in Grenzen gehalten. Eher beschwörerisch denn gutgelaunt sind die komplex arrangierten All Hour Cymbals-Beiträge.
Nun überbietet Brooklyns Forschungsteam das bereits Bestehende. Von Abgründen und Melancholie haben sie wohl genug. Frohlocken dürfen die zahlreichen Melodien ihrer frischen Lieder. Auch an stromloser Folklore scheint die Gruppe weit weniger interessiert als zur Entstehungszeit des ersten Albums. Elektro- und Synthpop führen Yeasayer nachhaltig in ihr Akustik-Kauderwelsch ein. Tatsächlich erinnert ihr Album an diese übervollen Produktionen der Achtziger, welche dank technischer Neuerungen, wie synthetischer Klangerzeugung beispielsweise, welche das Zusammenkommen schier unendlicher Tonspuren erstmals erlaubten.
Überall im Odd Blood lauert eine weitere überschwänglich zwitschernde Tonfolge. In einem konfusen Ideenüberfluss verliert Odd Blood jedoch nicht den Kopf. Kurz vor dem Musikinformations-Overload wendet das Ensemble den Verlauf der Stücke zur Verträglichkeit, zu Singalongs und Hooklines. Bedenkenlos feiert Yeasayers Album die kaum hinreichend zu ergründende Schönheit des Daseins, erfreut sich ausgiebig daran und uns mit.
Tracklist:
- The Children
- Ambling Alp
- Madder Red
- I Remember
- O.N.E.
- Love Me Girl
- Rome
- Strange Reunions
- Mondegreen
- Grizelde
Highlights:
I Remember, Ambling Alp, Grizelda

