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Valient Thorr

Stranger

LabelVolcom
VertriebADA/Warner
VÖ-Datum10.9.2010

Aha, sie sind also immer noch da. Und zwar genau an dem Ort, wo sie nach ihrer Reise von der Venus gelandet sind. Nach Angaben der Band verließen sie den Planeten einige tausend Jahre zuvor und erreichten die Erde im Jahr 1957 unserer Zeitrechnung. Dank Walt Disney können sie nicht zurück. Dieser Schuft stahl tatsächlich ihre Zeitmaschine. Dafür hatten sie dann die Zeit nutzen können, um 2008 ihr brilliantes viertes Album Immortalizer aufzunehmen. Und mit unnützem Waschzwang haben die fünf Thorrs eh nichts am Hut. Also blieb jede Menge Zeit, um den Nachfolger einzuspielen - Stranger.

Der Name klingt nahezu nach einer Drohung. Noch Stranger, als sie es ohnehin schon waren? Die aus North Carolina stammenden Valient Himself, Eidan Thorr, Dr. Professor Nitewolf Strangees, Sadat Thorr und Lucian Thorr bieten bestes Rockentertainment der besonderen Art. Rock'n'Roll? Metal? Grunge? Stoner? Ja, bitte. Aber nur mit jeder Menge Punkrock und nicht zu sehr geradeaus. Das wäre ja langweilig. Ein paar rhythmische Spielereien müssen schon sein und nach Alkohol und Schweiß muss auch gestunken werden. Dann passt das. Valient Thorr sind dreckige Typen, verwahrlost, abgestanden. Genau die Sorte Mensch, vor denen die Eltern immer warnten und die eher in der Fußgängerzone als auf der Bühne vermutet werden. "Haste mal 'nen Euro?" "Klar, wenn ich mittrinken darf!?" Denn genauso ansteckend wie Immortalizer ist Stranger geworden. Hier wird gern mitgegröhlt, mitgemosht, mitgesoffen. Es kracht und knarzt an allen Ecken und Kanten und es riecht nach einer genussvollen Mischung aus der guten alten Zeit. Dass Valient Thorr hier sicher auch von Jack Endino profitiert haben, der auch schon Nirvana, Gruntruck, Mudhoney, Coffin Break und andere produzierte, ist zu vermuten.

Aber was macht es schon? Wahrscheinlich spielen sie sowieso nur alte Klassiker von Bands des Planten Venus. Da scheint einiges an Material vorhanden zu sein. Und wenn schon!? Wir sind dankbar und erfreut über so viel Rotzigkeit.

Tracklist:
  1. Gillionaire
  2. Sleeper Awakes
  3. Disappear
  4. Double Crossed
  5. Night Terrors
  6. Sudden Death Is Nothing
  7. Woman In The Woods
  8. Vision Quest
  9. Habituary
  10. The Recognition
  11. Without Hope, Without Fear
  12. Future Humans
Unsere Bewertung:
7 von 10
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