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Neue Offenbarung?

ELephant Shell

Tokyo Police Club

ELephant Shell

LabelV2
VertriebCooperative Music/Universal
VÖ-Datum16.4.2008

Was sollen die Vier aus Toronto nicht alles erfüllen, sollte es nach so mancher Musikzeitschrift gehen? Da wird der Tokyo Police Club in den Himmel gelobt, als sei es die neue Offenbarung des Rock. Die Strokes werden abgelöst, die Rolling Stones dürfen aufhören und alle anderen sich verstecken, würde man diesen Gazetten Glauben schenken. Diese Herren haben den Vogel etwas zu früh abgeschossen, wäre das Debüt Elephant Shell der Maßstab für diese Aussagen.

Die EP A Lesson In Crime war der hervorragende Einstieg, ein willkommener und sympathischer Wachmacher für all diejenigen, die den White Stripes eine Kerbe verpassen wollten. Post-Punk trifft mit süßer Verfeinerung auf britischen Rock. Doch in den weniger als 30 Minuten des Albums Elephant Shell besticht David Monks zwar durch schöne Poesie, die ebenso ironisch wie spitz und zynisch die Welt erklärt, aber in der Variation ihres Songwriting haben sich TPC dann doch etwas zurückgehalten. Die CD rauscht zwar kurzweilig, aber dennoch mit wenigen echten Paukenschlägen vorbei. Dabei sucht das Quartett die stärkere Anlehnung an Death Cab For Cutie und Nada Surf und fahren einen merklichen Gang ruhiger als noch auf ihrer EP.

Elephant Shell bleibt hinter den Erwartungen zurück und kann den Status, der an Tokyo Police Club gestellt wurde, nicht ganz erfüllen. Technisch durchaus OK, aber beim Nachfolger muss die Spontaneität, welche die EP ausgemacht hat, zurückkehren.

Tracklist:
  1. Centennial
  2. In A Cave
  3. Graves
  4. Juno
  5. Tessellate
  6. Sixties Remake
  7. The Harrowing Adventures Of
  8. Nursery, Academy
  9. Your English Is Good
  10. Listen to The Math
  11. The Baskervilles
Highlights:

Your english Is Good, Centennial

Unsere Bewertung:
6 von 10
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