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South America

Thieves And Villains

South America

LabelVictory Records
VertriebSoulfood Music
VÖ-Datum6.8.2010

Man könnte es niemandem übelnehmen, wenn er nach dem ersten Track des zweiten Thieves And Villains Album abwinkt, und denkt, dass es prinzipiell genug Bands der Marke All-American Rejects oder Panic! At The Disco gibt und man nun wirklich nicht noch einen Vertreter dieser Musik braucht. Und ja: 16 Hits fällt sofort durch den Gesang von Sergio Otaegui auf, der sich ziemlich genau im Bereich besagter Bands - vielleicht ergänzt durch New Found Glory - befindet. Aber South America deshalb als ein weiteres Album abzutun, das im Grunde niemand braucht, ist schlicht und ergreifend unfair.

Denn wenn man sich auf das Album einlässt, fällt schnell auf, dass Thieves And Villains eben nicht nur den einen generischen Poppunk-Song schreiben können, sondern ein ansprechendes Repertoir haben, das die gesamte Bandbreite, die eine moderne amerikanische Rockband mitbringen muss, umfasst. Virginia Woolf ist dafür ein schönes Beispiel: Natürlich wurde solche Musik prinzipiell schon mal gehört, allerdings ist die Dynamik des Songs eben doch eigenständig genug, um nicht als Plagiat durchzugehen.

Keine Frage: Thieves And Villains spielen nun einmal ein wenig vom Punk, ein wenig vom Emo beeinflussten (College-) Rock. Niemand wird unter solchen Voraussetzungen erwarten, dass sie das Album des Jahres der großen alternativen Presselandschaft schreiben. Aber wer z. B. das erste Sugarcult-Album, From Under The Cork Tree von Fall Out Boy oder das Debüt bereits erwähnter Panic! At The Disco mochte, darf auch hier getrost reinhören und wird sich wahrscheinlich in den nächsten Monaten ärgern, dass er die ganzen Ohrwürmer, die auf South America mehr oder weniger gut versteckt sind, nicht mehr los wird.

Tracklist:
  1. 16 Hits
  2. Song For Dean Moriarty
  3. Virginia Woolf
  4. I Want A Friend Like You
  5. Drunk In Amsterdam
  6. Island Waterfall Blues
  7. Youth
  8. Central Park
  9. Some May Call It Rain
  10. The Ascetic Life Is The Life For Me
  11. American Boy
  12. South America
  13. South St. Hymnal
Highlights:

Virginia Woolf, Drunk In Amsterdam, Central Park, South America

Unsere Bewertung:
7 von 10
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