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Static Moves

Sukilove

Static Moves

LabelSukiloves Records / Rewika
VertriebAlive
VÖ-Datum21.5.2010

Ihre Wurzeln können Sukilove nicht verheimlichen. Gegründet 2002 in Antwerpen von Frontmann und Hauptsongschreiber Pascal Deweze hat sich die Band ebenso wie beispielsweise dEUS dem schweren Rock verschrieben, der atmosphärisch und bei Bedarf mit ein paar Elektroniksprenklern verziert wird. Ihr viertes Album Static Moves macht da keine Ausnahme.

Der Albumtitel mit seinem einfachen Paradoxon ist programmatisch. Sukilove sind keine Freunde des Offensichtlichen. Es wäre ja auch zugegeben zu einfach, Songs ohne Umwege dynamisch ins Ohr des Hörers zu knüppeln. Stattdessen lassen sie ihre Arrangements für sich arbeiten. Irgendwas pluckert, kratzt und klopft fast beständig im Hintergrund und mit jedem Durchgang erschließt sich einem mehr, wie die Band das wohl gemeint haben könnte. Abzuschrecken braucht das niemanden: Melodien zum anfänglichen Anlehnen verweigern sie mitnichten. Trotzdem brauchen sie in ihrer Statik etwas Zeit, um sich fortzubewegen und das Interesse zu wecken, bevor die eine oder andere Melodie auch tatsächlich innig umarmt werden möchte (u.a. New Beginning, Leave Me Alone). Auch die Stimme Dewezes trägt ihren Teil dazu bei, das Album fast schon im Bereich von Easy Listening zu halten. Nur selten bricht sie aus, hält wabernde, an sich spannungsgeladene Songs am Rande des Abgrunds fest. Lediglich Rebel oder auch Memory As A Skull stößt er energiegeladen und mit einem Lächeln in selbigen.

Static Moves ist daher vor allem ein Album für Leute, die Zeit haben, nicht nur diese Abgründe zu erkunden, sondern vor allem, was an dessen Rand geschieht. Die Landschaft dort ist weniger gleichförmig, als es zunächst den Anschein haben mag. Trotzdem wird es vielen schwer fallen, diesem dunklen Rockentwurf viel Leidenschaft abzugewinnen. Obwohl dies mit Sicherheit von der Band so beabsichtigt ist.

 

Tracklist:
  1. New Beginning
  2. 4AM
  3. Rebel
  4. Sugareyes
  5. Teeth Fitness
  6. Choose Your Gods
  7. Fear
  8. When You Smile
  9. Memory As A Skull
  10. Contemplaying
  11. Dismissal By Phone
  12. Leave Me Alone
Highlights:

New Beginning, Rebel, Leave Me Alone

Unsere Bewertung:
6 von 10