
Zurück in die Zukunft
Straight Frank
Straight Frank
| Label | Columbia |
|---|---|
| Vertrieb | Sony Music |
| VÖ-Datum | 3.2.2012 |
Hallo du guter alter Kopfwackel-Sound einer beinahe vergessenen Grunge-Ära. Du bunt-schimmerndes Gitarren-Rock-Riff vergangener Jugendsünden. Du nicht nur vokaltechnische Mischung aus Audioslave, Pearl Jam und Kiss. Willkommen zurück im 21. Jahrhundert! Wir taufen dich hiermit auf den schlichten Namen Straight Frank.
So sehr hast du dich letztendlich auch gar nicht verändert, alter Schwede. Du bist eigentlich ganz der Alte geblieben. Ok, die Akustik klingt schon etwas ausgereifter, die Klangbretter wummern hörbar durchproduzierter und auch deine Melodien sind irgendwie eingängiger als früher auf dem Mixtape, aus den scheppernden Frontboxen der Käfer und Opels dieses Erdballs. Und die hier musizierenden, skandinavischen Protagonisten deines selbstbetitelten Kapitels geben auch dermaßen Gas, als wäre dies die letzte Chance, uns mittlerweile zu mehr oder weniger kleinen und größeren Spießern mutierten Häuslebauern wieder etwas langhaariges Leben einzurocken. Dein Monster hätte auch einem Cornell gut gestanden, nicht nur weil du seine Stimme problemlos zu imitieren weißt. Auch ein Heart Of Mine wäre problemlos als der perfekte Soundtrack eines jeden Action-Spektakels Marke Con Air oder Terminator durchgegangen. Manchmal bist du dann aber auch leider eine Glamrockspur zu straight, lieber Frank. Nämlich immer dann, wenn deine Songs zu sehr an deine seligen Vorgänger erinnern und ein kurzer Griff in das verstaubte CD Regal, deine aktuelle Spielzeit zu deinen Ungunsten verkürzt. Da liegt das Vertrauen eher in deinen Wurzeln als deiner neuzeitlichen Reinkarnation in jenen drei durchaus sympathische Nordeuropäern.
Straight Frank, du bist und bleibst ein treuer Gefährte auf unseren Wegen. Auch wenn inzwischen Haus, Frau (oder Mann), Kind, Hund (oder Katze) - manchmal auch Yacht, so viele Rockergeneration-Lebenspfade pflastern. Es ist schön, dass es dich gibt und du uns alle paar Jahre einen kurzweiligen Besuch aus der Vergangenheit abstattest.
Tracklist:
- Monster
- Not Forever
- Broken
- Blood Red Sky
- Is It Enough
- Heart Of Mine
- Going Nowhere
- We All Die Young
- End Of The Day
- Misery
Highlights:
Monster, Is It Enough, We All Die Young



