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Kaleide

Sky Larkin

Kaleide

LabelWichita
VertriebCooperative Music/Universal
VÖ-Datum30.7.2010

"I know there´s potential!", singt Katie Harkin da direkt im Opener des zweiten Albums von Sky Larkin, dem energiegeladenen Trio aus Leeds. Fast möchte man ihr da entgegen rufen: "Musst du uns nicht sagen, wussten wir doch schon längst!" Schließlich hatte bereits ihr Debüt The Golden Spike für wohlig warme Worte von Kritikern und einer ständig wachsenden Fangemeinde gesorgt, die jetzt mit Kaleide noch lauter werden sollten.

Dabei hat sich zunächst in den eineinhalb Jahren seit Erscheinen des Erstlings nicht viel verändert. Noch immer spielen die Engländer Indierock mit Schmackes und am Postrock angelehnten Gitarren. Auch dieses Mal begaben sie sich nach Seattle zu John Goodmanson, um ihren Songs Dreck und Krawall unterzumischen. Noch immer schlagen sie Haken und biegen eigentlich viel zu eng um die Kurven. Nur dieses Mal schalten sie dabei direkt noch einen Gang höher als bei The Golden Spike. War das Album zwar eine runde Sache und wusste schnell zu gefallen, blieben nicht wirklich so etwas wie Hits hängen. Das ist auf Kaleide anders. Nur so als Beispiel: Anjelica Huston geht ins Ohr, spielt mit dieser spannungsgeladenen Grundstimmung, die das gesamte Album umgibt, und Sängerin Katie Harkin zeigt das Potential, von dem sie im Opener noch gesungen hat, im vollen Maße. Süß und Sexy, selbstbewusst und resolut. Oder Spooktacular. Rotzig, voller Breaks, Fuß auf dem Gaspedal und Drummer Nestor Matthews, der aufpassen sollte, sich bei dieser punktgenauen Schlagkraft nicht selbst oder andere zu verletzen. Überhaupt kann das Drumming auf Kaleide nicht genug gelobt werden. Es sorgt für Richtungs- und Stimmungswechsel und damit für die Abwechslung in den Songs. Nestor gibt Sky Larkin ihren Charakter.

Das Schöne ist, dass Sky Larkin noch nicht am Ende angekommen zu scheinen. ATM, das sich langsam aufbaut, den Höhepunkt aber nicht leichtfertig bedient, sondern ihn hinauszögert oder das ruhige Smarts deuten darauf hin, dass die Engländer noch mehr im Petto haben. Vielleicht meint Katie das ja mit dem „Potential“ im Opener: „Wir wissen, das ist gut, aber wartet ab: da kommt noch mehr.“

 

Tracklist:
  1. Still Windmills
  2. Kaleide
  3. Tiny Heist
  4. Landlocked
  5. Anjelica Huston
  6. Spooktacular
  7. Year Dot
  8. Coffee Drinker
  9. ATM
  10. Shade By Shade
  11. Guitars And Antarctica
  12. Smarts
Highlights:

Still Windmills, Anjelica Huston, Spooktacular

Unsere Bewertung:
7 von 10
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