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... oder einfach mit Jazz
Sebastian Studnitzky
Egis
| Label | Herzog Records |
|---|---|
| Vertrieb | Edel |
| VÖ-Datum | 29.1.2010 |
Wie sangen einst Galliano in der ersten Hochphase des Acid-Jazz-Labels Talkin' Loud? "Jazz! How I love Jazz?!" Diese Liebe macht sich auch der gebürtige Schwarzwälder, Wahl-Berliner und Weltenbummler Sebastian Studnitzky zu eigen. Er ist ein gefragter Meister an der Trompete und des Keyboards, doch die Liebe zur Musik im Allgemeinen und sein offenes Ohr zwingen ihn scheinbar dazu, keine Angst vor elektronischen und poppigeren Klängen zu haben. Das beweist er mit seinem neuen Album Egis.
Zwischen zahlreichen Improvisationen, Ambient-Klängen und tanzbaren Rhythmen möchte sich Studnitzky nicht einschränken lassen und kreiert ein Album, dass Jazz sich dem Pop annähern darf. Der gefragte Studio- und Livemusiker, der mit so illustren Künstlern wie Nils Landgren, Jazzanova, Edo Zanki und Rebekka Bakken spielte und seine eigene Formation Triband zu Preisgewinnen trieb, kocht nun sein persönliches Süppchen. Um das beste Ergebnis zu erzielen, lud er zwei der Jazzanova-Fraktion, die sich mit der Verquickung von Pop und Jazz bestens auskennen, als Produzenten ein und das Ergebnis klingt, wie es zu erwarten war.
Im Vordergrund stand offentsichtlich, sich in den Geist eines Teams zu stellen und weniger Solisten die Oberhand zu vermachen. Einzig Dizzy Days klingt durch das Gitarrensolo wie eine Zusammenkunft Fusion-Jazz spielender Akademie-Dozenten, die den cleanen Sound der Wärme vorziehen. Ansonsten reihen sich störrische, ostinate Sounds und mathematisch klare Strukturen neben hauchzarte Gefühle, die verzahnt in der Summe einen hypnotischen Sound ergeben. Mal mitreißend, doch zumeist mit melancholischem Unterton erreicht Egis mit schönster Betörung die Sinne und offenbart eine Reise in wohltuende Sphären.
Tracklist:
- May
- Fugato
- Reminiscing
- Interlude
- Egis
- Moskau (Love Can't Be Denied)
- Hauke
- Drone
- Dizzy Days
- Abend
