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Einfach, aber schön
Rocky Votolato
True Devotion
| Label | Defiance |
|---|---|
| Vertrieb | Cargo |
| VÖ-Datum | 26.2.2010 |
Einen Künstlernamen hat Rocky Votolato nicht nötig, hat er doch schon diesen so markanten Namen, der mit seiner robusten Wirkung im kompletten Gegensatz zu seiner sanften Musik steht. Musikalische Erfahrungen konnte Votolato, der aus einer Musikerfamilie stammt, bereits in frühester Kindheit sammeln und das wirkt sich auf sein Schaffen aus, denn mit True Devotion erscheint sein mittlerweile achtes Album. Aufgrund dieses Hintergrund ist es erstaunlich, dass der sympathische Amerikaner auch auf diesem Werk ohne jeglichen Schnick-Schnack auskommt. Das Einzige, was er sich zwischendurch an Luxus gönnt, ist die Mundharmonika.
Teilweise klingt Rocky Votolato so, als sei er ein bodenständiger Conor Oberst, in anderen Momenten Damien Rice oder Kevin Devine. Dennoch schafft er es immer wieder, wie er selbst zu klingen. In die Songwriter-Szene haben sich in den letzten Jahren viele Elektro-Elemente und Glockenspiele eingeschlichen, die Votolato bis heute erfolgreich ignoriert. Trotzdem schafft er eine interessante und abwechslungsreiche Platte, die auch ohne extravagante Begleitung funktioniert.
Passend zu seiner sehr direkten Musik sind auch seine Texte. Rocky Votolato kommt auf unheimlich poetische Art und Weise zum Punkt. Seine Texte sind gefühlslastig, aber nicht kitschig und haben natürlich - er ist schließlich ein Singer/Songwriter - immer wieder die Liebe zum Thema. Umso schwieriger ist es, Pathos und Poesie so zu kombinieren, dass sich der gemeine Mann sich nicht schämen muss, wenn dieser Votolatos Songs vor sich hinsummt. Denn auch das gehört zu seinen Stärken. Trotz seines puristischen Sounds schafft er wunderschöne Melodien, die ins Ohr gehen.
Die extreme Songwriter-Schwemme macht es nicht leicht, sich auf einen oder mehrere richtig einzulassen, sind es doch oft nur Nuancen, die den Unterschied ausmachen. Rocky Votolato ist, obwohl er schon so lange Musik macht, immernoch ein Geheimtipp. Lässt sich der Hörer aber auf seine Lieder erstmal ein, ist es schwierig, seinem Zauber zu entfliehen.
Tracklist:
- Lucky Clover Coin
- Fragments
- Red River
- Eyes Like Static
- Sparklers
- Instrument
- What Waited For Me
- Sun Devil
- Don't Be Angry
- Where We Started
Highlights:
Lucky Clover Coin, Fragments, Sparklers

