
Konsequent geviertelt
Pulled Apart By Horses
Pulled Apart By Horses
| Label | Transgressive Records |
|---|---|
| Vertrieb | Cooperative Music/Universal |
| VÖ-Datum | 30.7.2010 |
Bei den Konzerten von Pulled Apart By Horses geht es heiß her. Etwas Anderes sollte man von einer Band auch nicht erwarten, die sich nach der Foltermethode des Vierteilens benannt hat. Das endet dann schon mal mit Krankenhausaufenthalten und splitternden Knochen für sämtliche Bandmitglieder – die Freundin von Sänger Tom Hudson weigert sich, auch nur ein weiteres Konzert ihres Liebsten zu besuchen, die Fans allerdings sind von der actionreichen Bühneshow der Briten begeistert. Knochenbrüche, Stagediving und ein tobendes Moshpit: Genau dieses Feeling fangen Pulled Apart By Horses mit ihrem gleichnamigen Debütalbum ein.
Mit einer fulminanten Mischung aus Hardcore, Punk und Grunge fegt das erste Album der Briten über den Rest Europas hinweg. Würden sich Nirvana mit At The Drive In zu einer Vereinigung des Lärms zusammentun, käme dabei wahrscheinlich Pulled Apart By Horses heraus. Hart sind die Jungs, keine Frage. Trotzdem kommen sie nicht gewollt tough und abgeklärt daher, sondern schaffen es wirklich, das Beste aus verschiedenen Musikstilen miteinander zu vereinen. Die Jungs wirken einfach sympathisch, was unter anderem damit zu tun hat, dass sie sich selbst nicht zu ernst nehmen und in ihren Songs stets in Augenzwinkern zu bemerken ist. Wenn im klassischen Hardcore-Track Meat Balloon mit hämmernden Drums und düsteren, rasenden Gitarren Tom Hudson die Zeile "We are so Metal" zum Besten gibt, setzen unmittelbar danach die Gitarren zu einem fröhlichen Ska-Beat an. Die Screamo-Elemente wie beispielsweise auf Back To The Fuck Yeah erinnern zuweilen sehr an härtere Nirvana-Songs. Die schnellen und oft auch surrealen Gitarrenparts erzeugen eine apokalyptische Atmosphäre, womit Gitarrist James Brown At The Drive In alle Ehre macht.
Sicherlich, die Songs von Pulled Apart By Horses sind recht einfach gestrickt. Dennoch wissen sie in ihrer schnöden Schlichtheit zu überzeugen. Seit Bleach von Nirvana hat gevierteilt zu werden, nicht mehr solchen Spaß gemacht.
Tracklist:
- Back To The Fuck Yeah
- The Crapsons
- High Five, Swan Dive, Nose Dive
- Yeah Buddy
- I Punched A Lion In The Throat
- I’ve Got Guestlist to Rory O`Hara's Suicide
- Get Off My Ghost Train
- Meat Balloon
- Moonlit Talons
- The Lighthouse
- Den Horn
Highlights:
Get Off My Ghost Train



