
Versunken in den Schatten der Vorbilder
Pen Expers
Bring On The Heartache
| Label | Fold4 |
|---|---|
| Vertrieb | Cargo Records |
| VÖ-Datum | 30.5.2008 |
Das Variantenreichtum der Tindersticks, die große Traurigkeit Joy Divisions, die Atmosphäre Interpols und die pathetische Eleganz der Editors: alles in einer Band. Klingt gut, doch im Falle von Pen Expers geht die Rechnung einfach nicht auf.
Die Schweden gründeten sich 2004 nach einem Konzert der genannten Tindersticks. Bis sich die Band in ihrem jetzigen Line-Up gefunden hatte und ein Album aufnehmen konnte, dauerte es allerdings einige Jahre. Nun erscheint Bring On The Heartache auch bei uns. Die Zeit, die Alexander Arvman, Mikael Romanenko, Lars Martinsson, Joakim Proos und Lars Romanenko zur Verfügung hatten, scheint nicht gereicht zu haben. In knappen 25 Minuten präsentieren Pen Expers Songs, die ohne Ausnahme gut produziert und professionell sind und zeigen, dass die Mitglieder ihre Instrumente wie ihre Vorbilder im Geiste auch ausgezeichnet beherrschen. Doch zu mehr positiven Parallelen reicht es nicht. Die Songs wirken beliebig und das Ziel, Emotionen zu transportieren, wird verfehlt. Gerade bei einer Platte wie Bring On The Heartache, wo der Titel die Thematik bereits vorweg nimmt, ein nicht wieder gut zu machendes Manko. Pen Expers bemühen sich um Variantenreichtum und trotzdem scheinen die Songs austauschbar. Vielleicht hätte manchen Songs etwas mehr Zeit gut getan (Icebreaker, Kasparov), vielleicht hätte dies die Platte aber auch nur unnötig in die Länge gezogen.
Pen Expers haben eigentlich eine gute handwerkliche Basis, doch diese macht noch lange keine großen Songs. Diese fehlen auf Bing On The Heartache komplett. Für das zweite Album müssen die Schweden viel an ihrem Songwriting und ihrer Komposition arbeiten, um ihr Debüt vergessen zu machen.
Tracklist:
- The Screen In My Head
- Icebreaker
- Star
- Forever
- Draw
- Kasparov
- Leaves
- Drop
- The Letter Song
Highlights:
Icebreaker, Draw



