
Das komplette Paket
Mumford & Sons
Sigh No More
| Label | Gentlemen of the Road / Cooperative Music |
|---|---|
| Vertrieb | Universal |
| VÖ-Datum | 23.10.2009 |
Wer bei dem Namen Mumford & Sons an ein handwerkliches Familienunternehmen denkt, ist hier völlig fehl am Platz. Denn die Band um Marcus Mumford bietet etwas ganz anderes. Was sie bieten ist Poetik, Musikalität und viel Gefühl. Alles, was man für eine erfolgversprechende Platte braucht. Die Band besteht auch nicht, wie der Name vermuten lässt, aus einer musizierenden Familie. Sie besteht vielmehr aus vier Freunden, die zusammen beschlossen haben, dass ihre Talente perfekt zusammenpassen.
Auf den Spuren von Shakespeare starten die Londoner in ihr Debüt-Album Sigh No More. Bei Textpassagen wie "Love that will not betray you, dismay or enslave you; It will set you free" wird das Herz des Poeten ganz weich. In den Songs steckt viel Liebe und Gefühl, jedoch fehlt von Kitsch jede Spur. Nicht nur der Opener ist ein literarisches Hörvergnügen, es ist vielmehr der Anfang einer Reihe intelligenter und anspruchsvoller Texte, die leider in der heutigen Popkultur oftmals verloren gehen und durch oberflächliche Reime ersetzt werden.
Aber es wäre falsch, hier nur auf die Texte zu achten. Die Übergänge aus leisem Folk über puristischen Bluegrass bis hin zu bombastischem Rock sind so arrangiert, dass sie an einigen Stellen durch Mark und Bein gehen. Die Dynamik ist fast eines der wichtigsten Elemente auf dieser Platte, denn sie ist das bindende Glied zwischen Text und Musik und lässt hierdurch eine einzigartige Atmosphäre entstehen.
Das perfekte Album ist es sicherlich nicht, Platz nach oben ist vorhanden und lässt nach mehr hoffen. Dennoch können Mumford & Sons sich zusammen mit Bands wie The Low Anthem und Dear Reader in die Riege der Newcomer des Jahres einreihen.
Tracklist:
- Sigh No More
- The Cave
- Winter Winds
- Roll Away Your Stone
- White Blank Page
- I Gave You All
- Little Lion Man
- Timshell
- Thistle & Weeds
- Awake My Soul
- Dust Bowl Dance
- After The Storm
Highlights:
Sigh No More, Little Lion Man, Thistle & Weeds



