
Däninnen trügen nicht
Marie Dahl
Adelaide And Hells Bridegroom
| Label | Divine Records |
|---|---|
| Vertrieb | Cargo Records |
| VÖ-Datum | 27.11.2009 |
Skandinavien ist doch unerträglich! Fast überall schöne Landschaften von ewigem Eis bis ewigem Grün, attraktive Menschen, mystische Geschichte(n) und seit den 1970ern feinster Pop, dass der Festlandeuropäer fast neidisch wird. Ständig kommen neue Talente aus dem Nichts gekrochen und überschwemmen fast inflationär die musikalische Landschaft - vor allem die der Singer/Songwriter und des Indie-Pop/Rocks.
Welche Qualitäten da im hohen Durchschnitt versanden, ist kaum zu erklären und wiedergutzumachen. Diesem Schicksal begegnet auch Marie Dahl. Die 31-jährige, in Kopenhagen geborene Sängerin, die seit einigen Jahren in Berlin ihre neue Heimat fand, besticht durch schlichte Schönheit und Tiefgründigkeit in ihrer Musik und singt mit gewinnender Stimme ihre Kompositionen streichzart heraus. Die äußerst angenehme Atmosphäre, die diese neun Songs verbreiten, säuseln wohl instrumentiert den Wohlfühlabend ein und vermitteln eine intime, vetraute Stimmung.
Nur selten wagt Marie Dahl auf Adelaide And Hell's Bridegroom, einen Schritt weiter zu gehen. So bleibt das Country-Experiment The Picture etwas allein auf weiter Flur und wirkt hierdurch deplatziert, Charts Of Sins bringt etwas Fahrt in das Debüt und die kurzen Dissonanzen am Ende von Breath sind die erhofften Paukenschläge, die endlich vermitteln, dass Marie Dahls Adelaide And Hell's Bridegroom doch noch anwesend ist. Das ist wunderbar, aber auch zu wenig, um wirklich aus der Masse herauszustechen.
So schön und ruhig Marie Dahls Album auch ist, so sehr versteckt sich die Schöne aus dem Norden hinter der fließenden Klangwand und fristet ihr gutes Dasein hinter übermachtiger Konkurrenz. Diese ist schon allein im Norden Europas immens.
Tracklist:
- Adelaide And Hell's Bridegroom
- The Picture
- Release Me
- Charts Of Sins
- The Bait
- Stray Dog
- Breath
- My Home
- Stay
Highlights:
Charts Of Sins, My Home



