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Maribel

Reveries

LabelVme Voices Music & Entertainement Aps
VertriebSoulfood
VÖ-Datum10.2.2012

 

Schwarz-weiß Optik, eine schöne Frau guckt abschätzig über die Skyline der einer schlafenden Stadt. Das Cover zum zweiten Album Reveries von den Norwegern Maribel glänzt im Stile eines Film-Noirs. Und die Stimmung des Covers ist ebenso wie die filmische Assoziation bereits ein Vorbote auf den Sound von Reveries.

Schon auf ihrem Debüt Aestheircs zelebrierten die Osloer eine Mischung aus Shoegaze und Dreampop. Doch danach schien die Luft raus, die Band stand vor dem Umbruch. Mit neuem Drummer und vor allem mit deutscher Schützenhilfe gibt es nun den Neustart. Rebekka Markstein entlastet Gitarrist und Songwriter Pal Espen Kapelrud am Mikrofon. Und ihre süßlich verhauchte Stimme passt perfekt in diese Welt, die Maribel zu schaffen versuchen. Reveries ist der Soundtrack, den Ennio Morricone zu einem Film Noir schreiben würde. Zumindest zu Beginn: Falling Down The Stairs, mit seinem abgehangenen Beat, den verzerrten, noisigen Gitarren, ist ein schwarzer Sumpf von einem Song, der einen gnadenlos mit in den Abgrund zerrt. Jezebel Jive wickelt den Hörer um den kleinen Finger, so verführerisch, so unerreichbar, klingt Markstein. Das gespenstische You Bring The Sadness ist reduzierter und sticht damit aus den neun Songs klar heraus.

Anschließend verläuft sich die Platte jedoch. Maribel gelingt es nicht, die anfängliche Spannung aufrecht zu erhalten. Nur selten, zum Beispiel bei Slumber Street, gelingt es ihnen, diese Atmosphäre wieder komplett aufzubauen. Den restlichen Songs fehlt es an dem entscheidenden Plus Sex, Crime oder Rock'n'Roll, um sie aus dem guten Mittelmaß zu retten.

 

Tracklist:
  1. Falling Down The Stairs
  2. Jezebel Jive
  3. Meow!
  4. You Bring The Sadness
  5. Pretty Nights
  6. Perfumed
  7. Slumber Street
  8. Devil's Sigh
  9. The Thief
Unsere Bewertung:
5 von 10
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