
Tanzt den Crossover-Tango!
Kontrust
Time To Tango
| Label | Artist Station Records |
|---|---|
| Vertrieb | Soulfood |
| VÖ-Datum | 28.8.2009 |
In der Crossover-Szene ist es die letzten Jahre eher ruhig geworden. Entweder, weil gute Bands gerade pausieren, oder, weil ehemals gute Bands nur noch Chartpositionen im Blick haben und inzwischen vermehrt triefende Radioschnulzen produzieren. Doch es wird wieder laut im Crossover-Genre. Das haben wir Kontrust und ihrem zweiten Album Time To Tango zu verdanken.
Die sechs Österreicher überzeugen durch ihre Spielfreude und Energie, die jedem der 16 Songs des Albums das gewisse Etwas verleihen. Die Vocals teilen sich ein Mann (Stefan) und eine Frau (Agata), was für Abwechslung sorgt; er durch Shouts, und sie durch Shouts und Gesang. Allerdings klingt Agatas Stimme durch und durch wie die von Sandra Nasic von den Guano Apes, so dass auch Kontrust zwangsweise an die Göttinger Band erinnert. Aber nur stimmlich. Ansonsten kochen die Österreicher ihr eigenes Süppchen. Beispielsweise geben die beiden Drummer dem Sound eine unwiderstehliche Dynamik und lassen hin und wieder auch Tribal-ähnliche Percussions einfließen. Knallharte Riffs und mitreißende Hooklines ergänzen den Percussion-lastigen Sound. Weiterer Pluspunkt von Time To Tango ist die hörbare Experimentierfreude: Bei 16 Tracks und über 50 Minuten Spielzeit wird die Platte nie langweilig. Bläser kommen genauso zum Einsatz wie Ziehharmonika-Klänge. Ein harter Sound trifft auf Originalität und fesselnde Melodien – so wie es bei Crossover eben sein soll. Kontrust haben mit Time To Tango ein markantes, sehr gut gemachtes und abwechslungsreiches Album veröffentlicht. Das Album ist ein Musthave für Crossover-Fans, für alle, die es werden wollen und für Freunde leidenschaftlicher Musik.
Tracklist:
- Dancer In The Sun
- Play With Fire
- On The Run
- Personal Rotation
- The Smash Song
- Sin
- We Add The World
- Mainstream Bypass
- Clown Parade
- 1k1
- Lato
- Vodka, Tribe And Dynamite
- Zero
- Känämänännä
- Bomba
- Face And Filter
Highlights:
Dancer In The Sun, On The Run, The Smash Song, We Add The World, 1k1, Zero, Face And Filter



