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Surfing The Void

Klaxons

Surfing The Void

LabelPolydor
VertriebUniversal
VÖ-Datum20.8.2010

Aus. Vorbei. Die Klaxons haben keine Lust mehr auf eine Genrevertretung. Eine der ernannten Aushängeschilder des neuen Nu Rave will raus aus der Ecke, die sie mit ihrem Debüt Myths Of The Near Future so bravourös besetzten. Electronic-Elemente waren vorhanden, aber Space-Sounds und tönernde Progressivität waren auf dem Debüt doch eher selten zu finden. Surfing The Void will es wissen. Hits sind nicht so wichtig, aber sie passieren. Das hat schon der erste Track des Albums hören lassen, der vor der Veröffentlichung mit viel Lobhudeleien vorgestellt wurde: Echoes. Eingängigkeit, Drive, Verve. Drei Attribute, mit der der Song zu beschreiben ist.

Verglichen mit diesem Ohrwurm ist der große Rest des Albums störrisch. Die Progressivität bestimmt das Geschehen auf Surfing The Void. Krach ist häufig präsent. Die Klaxons laben sich neuerdings an Härte, drehen ab in Richtung Space-Sound und zeigen, wie intelligent die Band in Sachen Songwriting tatsächlich ist und bestätigen, dass sie ihrem guten Ruf aufgrund des Debüts tatsächlich gerecht werden können. Das vermeintlich einfache The Same Space verfügt über einen einfachen, druckvollen Beat, der lediglich durch Hi-Hat-Figuren verfeinert wird; der Bass ist deutlich, die Gitarre variiert ein Thema. Das Entscheidende ist der Hintergrund, der mit Sounds und Hall gefüllt wird und keinen Deut Platz offenbart. Einen großen Anteil an der Umsetzung wird dem Produzenten Ross Robinson zugeschrieben werden können, der bereits die Wünsche von Korn, Slipknot und Limp Bizkit hatte umsetzen können. Ganz im Gegensatz zum dem Titeltrack, der  lautstark, wirr und brilliant eine spacige Dynamik bis zum Bersten auskostet, klingt Valley Of The Calm Trees deutlich einfacher, radiotauglicher, aber nicht weniger präsent. So springen auch die folgenden Tracks zwischen Pop-Melodien und Soundwänden. Venusia hat Muse-Anleihen, Extra Astronomical, Flashover und Cypher Speed krachen sich durch Zeit und Raum und Twin Flames fällt mit seiner vergleichsweise bunten Grundstimmung aus dem Rahmen.

Der einzige Track, der den Ansprüchen dieses Albums nicht genügt, ist Future Memories. Ansonsten präsentieren sich die Klaxons mit einer immensen Kraft und einer Fülle an Ideen. Surfing The Void bestätigt das Talent, das ihnen im Hype-Wahn des Debüts unterstellt wurde.

Tracklist:
  1. Echoes
  2. The Same Space
  3. Surfing The Void
  4. Valley Of The Calm Trees
  5. Venusia
  6. Extra Astronomical
  7. Twin Flames
  8. Flashover
  9. Future Memories
  10. Cypher Speed
Unsere Bewertung:
8 von 10
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