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Grenzgänger
Kashmir
Trespassers
| Label | AR-Express |
|---|---|
| Vertrieb | Sony BMG |
| VÖ-Datum | 5.3.2010 |
Satte fünf Jahre hat es für die Dänen von Kashmir gedauert, einen Nachfolger für No Balance Palace aufzunehmen. Fast hätte man glauben können, dass es mit diesem Album, das immerhin Lou Reed und David Bowie als Gäste aufweisen konnte, für die Band gewesen sei. An sich wäre das auch ein ziemlich perfekter Schlusspunkt gewesen, gab es doch selten ähnlich schönen und zwingenden Indie in den letzten zehn Jahren aus Skandinavien.
Nun sind sie aber glücklicherweise doch zurück und liefern mit Trespassers ein Album, das erst einmal beweisen müsste, dass es ähnliche Qualitäten wie sein Vorgänger hat. Der erste Eindruck bestärkt dies noch. Denn zunächst ist Trespassers nicht viel mehr als ein durchschnittliches Album, dem man seine skandinavische Herkunft anhört. Kent oder Tiger Lou erscheinen bei Intruder als direkte Referenzen – und dass Interpol sicher auch bei dem ein oder anderen Song Pate standen, lässt sich ebenfalls schwer bestreiten. Das sind zwar keine schlechten Referenzen, aber die Stärke von Kashmir war ja gerade, dass sie selbst die Referenz waren.
Doch Kashmir lassen einen nicht wirklich im Stich. Natürlich kann man Trespassers bequem vorwerfen, nicht mehr so hohe Qualität wie No Balance Palace zu liefern. Umgekehrt wäre das aber auch Jammern auf sehr hohem Niveau. Denn irgendwie gibt es doch verdammt wenige Bands, die einen Kracher wie Still Boy mal eben so raushauen können. Und da macht es auch nichts, dass man die Hits vielleicht etwas länger und etwas ausdauernder suchen muss, wenn man sie letztendlich doch findet. Vielleicht nicht so zahlreich wie zuvor, aber doch so oft, dass man die Band weiterhin in sein Herz schließen kann.
Tracklist:
- Mouthful Of Wasps
- Intruder
- Mantaray
- Pallas Athena
- Still Boy
- Bewildered In The City
- Pursuit Of Misery
- Time Has Deserted Us
- Danger Bear
- The Indian (That Dwells Inside This Chest)
Highlights:
Intruder, Still Boy, Bewildered In The City

