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Rock Dust Star Light

Jamiroquai

Rock Dust Star Light

LabelMercury
VertriebUniversal
VÖ-Datum29.10.2010

Als in den Neunziger Jahren die Acid Jazz Welle schwappte, waren die Engländer mit ihrer Art Öko-Soul an vorderster Front vertreten und Jay Kays Stimme erhielt die Auszeichnung, der des jungen Stevie Wonders zu ähneln. Der Zeitgeist war getroffen und rekrutierte bis heute 25 Millionen Albumkäufer. Doch die Zeiten haben sich geändert, Jamiroquai nicht. Noch immer zelebrieren sie ihren smoothen Soul, noch immer singt Jay Kay mit weicher Stimme und noch immer schwanken sie zwischen Ballade und Discotune.

Was dem Albumtitel zufolge wie eine Neuauflage eines härteren Beats à la Cosmic Girl oder Deeper Underground klingt, hat mit der Realität von Rock Dust Light Star wenig zu tun. Stattdessen erweist sich das Album als eine homogene Mischung altbekannter Stärken der britischen Soul-Vorzeigeband. Überraschungen sind Fehlanzeige. Aber die fünf Jahre lange Wartezeit auf den Nachfolger von Dynamite haben sich dennoch gelohnt, obwohl eine hörbare Zurückhaltung einem Großteil der Songs keine direkte Eingängigkeit beschert. Ganz anders zeigen sich der Opener Rock Dust Light Star, das neben einem treibenden Beat mit exzellentem Backgroundgesang glänzt, der vorab veröffentlichte Disko-Track White Nuckles Ride und die coolen, mit Bläsern ausgestatteten Smoke & Mirrors und All Good In The Hood. Dass sich die folgenden Tracks zunächst eher als solides und gut gemachtes Handwerk einer exzellenten Band präsentieren und nur selten Highlights wie die Ballade Hurtin' und Hey Floyd en passent auffällig werden, liegt eher in der Erwartung als an den Tracks an sich. Nach und nach stehlen sich auch die behutsam aufgebaute Ballade Blue Skies und das Laid Back geführte Two Completely Different Things die Aufmerksamkeit, die ihnen anfangs noch verwehrt wird.

Jamiroquai bleiben sich treu und stehen als fester Soul-Fels in der Brandung. Rock Dust Star Light ist nichts anderes als die Untermauerung der Qualiäten dieser Band und kein Bekenntnis zu neuen Herausforderungen. Dass sie mit diesem Werk an die guten Alben der Vergangenheit zumindest auf Tuchfühlung gehen können, ist dennoch ein Kompliment an die Zeitlosigkeit ihrer Musik.

Tracklist:
  1. Rock Dust Light Star
  2. White Knuckle Ride
  3. Smoke and Mirrors
  4. All Good In The Hood
  5. Hurtin'
  6. Blue Skies
  7. Lifeline
  8. She's A Fast Persuader
  9. Two Completely Different Things
  10. Goodbye To My Dancer
  11. Never Gonna Be Another
  12. Hey Floyd
Unsere Bewertung:
7 von 10
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