
Weise Entscheidung
Jamie Cullum
The Pursuit
| Label | Decca |
|---|---|
| Vertrieb | Universal Music |
| VÖ-Datum | 13.11.2009 |
Ein explodierendes Piano im Hintergrund soll das Bild des seichten Jamie Cullums sprengen. Sein Stilmix hat sich so erhöht wie die Anzahl seiner Eigenkompositionen. Hatten auf seinen ersten Alben Cover-Versionen noch die Überhand und wurden in die leichte Jazzpop-Eingängigkeit transferiert, traut sich der mit 30 Jahren immer noch sehr junge Engländer auf The Pursuit den Anteil seiner ganz eigenen Ideen zu erhöhen.
Der Erfolg seines Weges schien ihm Recht zu geben. Immerhin hatte er mit dieser Mischung 2003 mit Twentysomething seinen Durchbruch und seine Version von Everlasting Love floss direkt ins Ohr. Auch wenn der Pianist seiner Leidenschaft des poppig inszenierten Jazz oder jazzig inszeniertem Pop weiterhin nachgeht, dringt der neue, selbstbewusstere Cullum am Deutlichsten in We Run Things durch. Der zehnte Songs des Album ist das heimliche Highlight - eine fulminante Mischung aus Eletronic, HipHop-Beats, fetten Gitarren und natürlich Jazz. Cullum definiert seinen eigenen Crossover neu und setzt hiermit ein lautes Zeichen, das den nötigen Bruch in einem immer noch im Stile des Easy Listening gehaltenen Albums darstellt.
Eingängigkeit ist bei Jamie Cullum noch immer der rote Faden. Das schafft er mit The Pursuit mit Leichtigkeit, ohne zu sehr in die Weichspülerfalle zu fallen und kreiert zum Beispiel mit I'm All Over It einen besonderen Pop-Song. Ist es nun Pop oder ist es nun doch Jazz? Die Wichtigkeit der Antwort versinkt. Es ist Jamie Cullum und sein bisher wohl bestes Album.
Tracklist:
- Just One Of Those Things
- I'm All Over It Now
- Wheels
- If I Ruled The World
- You And Me Are Gone
- Please Don't Stop The Music
- Love Ain't Gonna Let You Down
- Mixtape
- I Think I Love
- We Run Things
- Not While I'm Around
- Music Is Through



