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Soul

Hawk

Isobel Campbell & Mark Lanegan

Hawk

LabelV2
VertriebCooperative Music/Universal
VÖ-Datum20.8.2010

Viele reden von einer ungewöhnlichen Melange. Ex-Belle And Sebastian Chanteuse Isobel Campbell und Screaming Trees Sänger/Queens Of The Stone Age Unterstützer Mark Lanegan seien musikalisch gesehen nahezu wie Feuer und Wasser. Doch diese beiden Sänger haben auf zwei Alben längst bewiesen, wie gut sie harmonieren können. Zudem verlieh Lanegan den düsteren Soulsavers bereits (s)eine Extraportion Dunkelheit und nun zum dritten Mal den Kompositionen von Campbell, die Hawk allein komponierte (außer das Townes Van Zandts-Cover No Place To Fall) und produzierte.

Dass Isobel Campbell auch solo wunderbare Alben aufnehmen kann, bewies sie mit Milk White Sheets, doch anscheinend liebt sie die Zusammenarbeit mit dem Mann aus Ellensburg, Washingon. Sie haucht, er dominiert. Campbell wirkt wie die zarte Muse, die sehnsüchtig im Hintergrund schwebt und die Erotik in den Song säuselt und Lanegan agiert als männlicher, führender Gegenpart. Kein Wunder also, dass dieses Duo mit Nancy Sinatra und Lee Hazlewood verglichen wird. Auffällig ist zudem, dass Isobel Campbell eine größere Variation im Songwriting zum Versuch erklärt hat, der nicht immer gelingt (Get Behind Me, Time Of The Season). Doch trotzdem ist das Album mit einer Fülle von Highlights ausgestattet. Angefangen beim Opener We Die And See Beauty Reign, über You Won't Let Me Down Again (welches an die Zusammenarbeit zwischen Kylie Minogue und Nick Cave erinnert), dem düsteren Stampfer Snake Song und das an It's A Man's World von James Brown angelehnte Come Undone. Hawk wäre kein Campbell Album, wenn sich kein Song der Marke Lagerfeuer-Atmosphäre auf diesem befinden würde. Diese Aufgabe übernimmt Cool Water. Doch ein besonderes Highlight wartet am Schluss: Lately. Dieser nur von Lanegan gesungene Track beginnt zunächst äußerst harmlos. Zum Zeitpunkt des Einsatzes seiner Stimme ändert sich dies schlagartig. Dieser Sänger hat exakt die Stimme, um einen Song zu einem Abenteuer zu machen und gepaart mit einem plötzlich erklingenden Gospelchor macht dieses Lately zu einem sagenhaften Erlebnis. Das ist ein Ausklang!

Wer dieses Duo bis jetzt noch nicht für sich entdeckt hat, der sollte dieses schleunigst nachholen. Das eröffnet nicht nur den Zugang zu einem schönen Album und vielleicht auch zu dessen Vorgängern, sondern auch zu den Solo-Stimmen Campbells und Lanegans. Umfangreichere Gründe, sich einem Album zu nähern, gibt es wohl kaum.

Tracklist:
  1. We Die And See Beauty Reign
  2. You Won't Let Me Down Again
  3. Snake Song
  4. Come Undone
  5. No Place To Fall
  6. Get Behind Me
  7. Time Of The Season
  8. Hawk
  9. Sunrise
  10. To Hell & Back Again
  11. Cool Water
  12. Eyes Of Green
  13. Lately
Unsere Bewertung:
7 von 10
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