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Moen

Immanu El

Moen

LabelATS
VertriebCargo Records
VÖ-Datum13.11.2009

Gut gemachter Postrock ist keine Seltenheit - die packendere Sorte ist dagegen weniger häufig anzutreffen. Zu viele Bands verlieren sich in ihren Dynamikprozessen, lassen ihre Songs zähfließend in die Länge fallen und lassen die Spannung zu sehr außer Acht. Dass es auch anders geht, haben Immanu El schon auf ihrem Debüt bewiesen und ihre Marschroute führen sie auf Moen konsequent fort.

Die vier Schweden aus Göteburg schwelgen in ihren Weiten, in ihren Sehnsüchten leidenschaftlich ruhig, skandinavisch kühl und doch mit dieser besonderen Note warmem Pop, den sie immer wieder mit einfließen lassen und kreieren weite Landschaften der Sinne. Dabei verzichten sie auf die großen Pathosgesten und konzentrieren sich auf ihr zeitweise wunderbares Instrumentarium. Die Spannung von Tunnels wird erst erleuchtet, wenn Streicher die Szenerie magisch durchbrechen und den Hörer in das wunderbare, zunächst als Ballade schwebende Storm einführen. Die Band um die Zwillinge Per und Sänger Claes Strängberg, der mit seiner zerbrechlich hohen Stimme die zur Musik kongeniale Schwerelosigkeit erzeugt, hat mit dem zweiten Streich Moen ihr vielbeachtetes Debüt übertroffen.

Die Dichte des Sounds lässt Eingängigkeit zunächst hinter sich. Die Konzentration liegt auf der Atmosphäre, die Immanu El ständig zu erzeugen weiß und die in Songs wie dem achtminütigen Agnes Day ihre Höhepunkte finden. Das macht diese Band zwar zu einem weniger brachialen, dynamischen Postrock-Act, doch stille Wasser sind bekanntlich verdammt tief.

Tracklist:
  1. Agnes Day
  2. Lionheart
  3. Aerial
  4. Hogamon One
  5. Hogamon Two
  6. May
  7. Archers
  8. Tunnel
  9. Storm
Unsere Bewertung:
6 von 10
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