
Hunting High And Low
a-ha
25
| Label | Rhino |
|---|---|
| Vertrieb | Universal |
| VÖ-Datum | 6.8.2010 |
Interessant, wie Bunty Bailey wohl heute rückblickend den Erfolg von a-ha beurteilen würde. Die Frau, die an der Seite von Morten Harket in das Comic-Abenteuer des Videos zu Take On Me eingetaucht ist; die damalige Freundin vom a-ha Frotmann, die zusammen mit ihm als Protagonisten die Phantasie von unzähligen Teens auf romantische Art und Weise ankurbelte. Ob sie zu diesem Zeitpunkt schon geahnt hat, dass das Video in dem sie mitspielt nicht nur für seine Zeit bemerkenswert ist, sondern auch Grundstein für eine lange Karriere sein sollte?
Es ist jedenfalls anzunehmen, dass a-ha ohne das Video zu Take On Me vielleicht nie zum dem Erfolg gelangt wären, den sie hatten, denn ohne Bildbotschaft hatte es die Single allein vorher selbst nach zwei Anläufen nicht geschafft, ausreichend Aufmerksamkeit zu erzielen. Was also vor 25 Jahren Ausgangspunkt für eine wirklich lang andauernde Karriere war, findet nun mit der Kompilation 25 seinen offiziellen Abschluss. Dabei hatte es bereits schon einmal vor 17 Jahren ganz danach gerochen, dass das Ende der Norweger-Formation schon besiegelt war als sich Gitarrist Pål Waaktaar-Savoy, Keyboarder Magne Furuholmen und eben Sänger Morten Harket eigenen Projekten widmeten. Doch im Jahr 2000 zeigten die drei, dass immer noch ausreichend Gemeinsamkeiten bestanden, um a-ha weiter zu führen - und das für weitere zehn Jahre.
39 Titel geben auf dem Doppelalbum 25 einen Überblick über Singles wie auch weiteres a-ha Repertoire. Und so stößt man auf alte und bekannte Weggefährten und Hits wie auch weniger im Gedächtnis gespeicherte Melodien. The Sun Always Shines On TV oder Manhatten Skyline sind ebenso wie der Titel-Song zum James Bond-Streifen The Living Daylights Anstoss für angenehmere Erinnerungen zu denen Songs wie Touchy dann wie der Klang gewordene Gegenpol erscheinen. Summer Moved On, Minor Earth Major Sky oder auch Foot Of The Mountain sind die Erinnerungsstücke der jüngeren Bandgeschichte und zeigen das, was bei a-ha immer bleibt: Harkets Stimme, die sich meist dann auch sehnsüchtig in luftige Höhen schraubt.
Aber nicht nur dadurch befinden sich a-ha das ein oder andere Mal durchaus in Gefahr, auf die Kitsch-Klippen aufzulaufen, während man insgesamt dennoch einen Wandel im Laufe der Zeit hin zu erwachseneren Tönen verfolgen kann. Trotzdem bleibt letztlich Take On Me, das sich in das Gedächtnis eingebrannt hat wie ein zu heißes Bügeleisen ins Lieblings-Elasthan-Oberteil, irgendwie Sinnbild für eine Band, die schlussendlich doch viel mehr geleistet hat. Gerade deswegen hätte man sich vom Abschieds-Song Butterfly, Butterfly (The Last Hurrah) etwas mehr erhofft; die ganz große Nummer ist es nicht mehr geworden. Bunty Baily würde, wohl auch angesichts der Millionen von verkauften Tonträgern, wahrscheinlich sagen, dass a-ha letztlich eine durchaus bemerkenswerte Erscheinung darstellen, die auch Tiefen aber letztlich eben doch mehr Höhen zu verzeichnen hat. Und dafür ist 25 schließlich auch ein Dokument.
Tracklist:
- Disk 1: Take On Me
- The Blue Sky
- The Sun Always Shines On TV
- Train Of Thought (7" Remix)
- Hunting High And Low (7" Remix)
- I've Been Losing You
- Scoundrel Days
- Swing Of Things
- Cry Wolf
- Manhattan Skyline (Edit Version)
- The Living Daylights
- Stay On These Roads
- Touchy! (UK DJ Edit)
- There's Never A Forever Thing
- You Are The One (7' Remix)
- The Blood That Moves The Body (Two-Time Gun Remix)
- Crying In The Rain
- Early Morning
- Slender Frame
- I Call Your Name
- Disk 2: Move To Memphis (Single Version)
- Dark Is The Night For All
- Cold As Stone (Re-mix)
- Angel (Edit)
- Shapes That Go Together
- Summer Moved On
- Minor Earth Major Sky (Niven's Radio Edit)
- The Sun Never Shone That Day (Radio Edit)
- Velvet
- Forever Not Yours
- Lifelines
- Did Anyone Approach You?
- Celice
- Analogue
- Cosy Prisons (Radio Mix)
- Foot Of The Mountain
- Nothing Is Keeping You Here (Single Remix)
- Shadowside (Single Edit)
- Butterfly, Butterfly (The Last Hurrah)


