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Gorillaz
Plastic Beach
| Label | EMI |
|---|---|
| Vertrieb | EMI |
| VÖ-Datum | 5.3.2010 |
Die Geschichte der Gorillaz ist einerlei und die Geschichte von Oasis wird Damon Albarn mit einem Lächeln verfolgt haben. Seine Gorillaz werden nie Alterserscheinungen bekommen - zumindest, wenn es sich um die Figuren handelt. Die musizierenden Comic-Haudegen behalten für immer dieselben Falten, dieselben Gesten, dasselbe geschätzte Alter. Und sie scheinen sich redlich entspannt zu haben auf diesem Plastic Beach, der so echt ist wie die Klänge, die auf dem neuesten Album zu hören sind: die Konserven machen's.
Was in der Vergangenheit noch zu Hits wie Feel Good Inc. oder Clint Eastwood führte, hält sich neuerdings kollosal am Laid Back. Old School ist angesagt und wenn die Helfershelferliste angeschaut wird, ist das nicht weiter verwunderlich. Die unterstütende Liste des Stabs ist schier unendlich und mit Könnern der Coolness gefüllt: Snoop Dogg, Hypnotic Brass Ensemble, Kano, Bashy, Bobby Womack, Mos Def, Gruff Rhys, De La Soul, Little Dragon, Mark E. Smith, Lou Reed, Mick Jones, Paul Simonon und die Sinfonia ViVA And The Lebanese National Orchestra For Oriental Arabic Music. Anscheinend wollten alle für kurze Zeit in die irreale Welt der Gorillaz eintauchen, abtauchen ohne Sauerstoffgerät, denn es schwebt sich scheinbar sinnfrei, besinngslos von der Base Plastic Beach aus. Was die Single Stylo schon vorwegnahm (mit Bruce Willis im Video), vermittelt demnach auch das Album, was die Rezeption des Gesamtwerkes zunächst erschwert bzw. nicht auf dem direktesten Wege zugänglich macht. Coole Beats und Entspannung pur bescheinen den Hörer fünfzehn Songs lang und nur Sweepstakes, das Mos Def und das Hypnotic Brass Ensemble versüßen, lässt gar einen treibenden Beat inklusive Latin-Einlagen verspüren.
Und wenn zusätzlich Hawaii-Anleihen die Südsee auf den Plastic Beach bringt (z.B. To Binge), wäre eigentlich Hopfen und Malz verloren. Doch die Gorillaz schaffen diesen Spagat zwischen sinnfreier Berieselung, Trauer und ansteckender Relax-Atmosphäre. Nur die Inkubationszeit ist länger als auf den Vorgänger-Alben. Nur zu: Sonnenbrille raus, ab an den warmen Strand und Drinks mixen und sich von der Sonne oder wahlweise Infrarot braun braten lassen.
Tracklist:
- Orchestral Into
- Welcome To The World Of The Plastic Beach
- White Flag
- Rhinestone Eyes
- Stylo
- Superfast Jellyfish
- Empire Ants
- Glitter Freeze
- Some Kind Of Nature
- On Melancholy Hill
- Broken
- Sweepstakes
- Plastic Beach
- To Binge
- Cloud Of Unknowing
- Pirate Jet

