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Gary Go

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Gary Go

LabelDecca
VertriebPolystar
VÖ-Datum13.11.2009

Wer sich als Künstlernachnamen Go aussucht, darf sich auch nicht über solche bescheuerten Wortspiele wundern. Zum Glück sagt der Name nicht gleich etwas über die Qualität der Musik aus, die sich auf dem selbstbetitelten Debüt findet. Gary Go kann Pop, ohne Frage.

In England konnte sich der Londoner bereits im Vorprogramm von Take That einen Namen machen. Hierzulande ist er mit Lady Gaga unterwegs. Dieses Namedropping macht die Richtung natürlich klar. Auf Gary Go geht’s poppig zu. Das Besondere, wenn man so will, ist an ihm, dass alle Songs seiner eigenen Feder entspringen und er zu den Singer/Songwritern im Popbusiness gezählt werden darf. Bereits von klein auf versuchte sich Gary an Songs, während er in der Wohnung seiner Eltern nahe des Wembleystadions großen Acts wie den Rolling Stones oder U2 lauschte und auf seinem Keyboard herum klimperte. Eine Affinität zum Stadionpoprock ist dem Album dann auch anzuhören. Das hier funktioniert sowohl in kleinen Hallen als auch vor zehntausenden. Auch, weil er trotz seiner 24 Lenze sein Handwerk bereits bestens beherrscht. Schon beängstigend perfekte Popsongs finden sich auf dem Album, von dem nahezu jeder eine potenzielle Single darstellt und in den Radiostationen rauf und runter gespielt werden könnte. Egal ob Wonderful, von dem bereits in dem Film Männerherzen Gebrauch gemacht wurde, die Singles Engines oder Open Arms: hier sind Refrains noch Refrains. Auch textlich bleibt Gary Go solide und verabschiedet sich erfreulich selten hinter die Grenzen des guten Geschmacks bzw. von kitschbeladenen Klischees, wie es zum Beispiel im Opener Open Arms passiert: "You´re the water, I´m the seed, ready to receive." Meine Herren.

Wenn die Jungs von der Marketingabteilung ihren Job richtig machen, sollten wir von Gary Go noch so einiges zu hören bekommen. Das Debüt ist ein nahezu perfektes Popalbum für den Mainstream. Leicht zu konsumieren, einiges bleibt hängen, obwohl es über die gesamte Länge einfach zu glatt daher kommt.

 

Tracklist:
  1. Open Arms
  2. So So
  3. Engines
  4. Wonderful
  5. Life Gets In The Way
  6. Brooklyn
  7. Refuse To Lose
  8. Honest
  9. Heart And Soul
  10. Speak
  11. BlackAnd White Days
Highlights:

Open Arms, So So, Refuse To Lose

Unsere Bewertung:
6 von 10
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