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Bend

Erik Penny

Bend

LabelFuture Pop Stuff
VertriebRough Trade
VÖ-Datum5.3.2010

Heutzutage ist es eine Bürde, als einfacher Singer/Songwriter Gehör zu bekommen und sich aus der hiesigen Masse abzusetzen. Und um es sportlich zu sehen - die Spitze ist breiter geworden. Plötzlich reicht ein "gut" nicht mehr aus, um zum neuen Liebling der Hörer zu werden und so bleiben viele Talente, die vor Jahre gefeiert worden wären, auf der Strecke - so auch Erik Penny.

Nein, Erik Penny als einfachen Singer/Songwriter zu bezeichnen, der durch sein eigenes Musizieren der Selbsttötung von der Schippe sprang, führte geradewegs in die falsche Richtung. Stattdessen verquickt er die alte Schule des Folk mit der positiven Haltung eine Jack Johnsons und schuf mit wahrlich illustrer Hilfe sein Werk Bend. So agierten auf dem Album des US-Amerikaners und jetzigen Wahlberliners der große Mocky und der scheue Gonzales und verhalfen diesem Album mit klugen Ideen zu manch schöner Sequenz. Doch die feinen Schönheiten können das Ruder nicht herumreißen.

Erik Penny präsentiert sich ohne Ecken und Kanten, mit netten Refrains, mit lieblichen Strophen, mit Streichern hier, Geschichten dort und fügt alles auf einer sympathischen Platte zusammen. Das ist wahrlich alles gut gemeint und alles bestimmt nicht erlogen - so wie es sich die Schwiegermama von ihrem Wunschschwiegersohn wünscht. Nein, Penny ist so lieb, dass man ihm sicherlich anhören würde, wenn er mit Schamesröte im Gesicht singt. Das ist löblich, doch packend klingt anders. Und so versinkt dieses wahrlich gute Album in dem Meer der anderen wahrlich guten Alben.

Tracklist:
  1. Under The Gun
  2. Santa Ana
  3. Honey Please
  4. Fear Of Flying
  5. Hannover
  6. Dreaming Of You
  7. Medicine Line
  8. Cherry
  9. Fight In You
  10. Side Of The Road
  11. Bend
  12. Say You're Crazy
Unsere Bewertung:
5 von 10