
Spaß am Wichteln
The Dukes
Victory
| Label | MVS |
|---|---|
| Vertrieb | New Music Distribution |
| VÖ-Datum | 2.12.2011 |
Es gibt sie also doch noch, die originellen Bands, die den sattesten Musikkonsumenten noch überraschen und herausfordern können. The Dukes aus Frankreich haben nun den Beweis dieser Erkenntnis auf ihrem ersten Langspieler veröffentlicht. Seit den Achtzigern werden in aufmerksamen Kritikerkreisen und ambitionierten Hörerschichten Musikformationen mit Höchstgeboten gehandelt, die vor allem durch freigeistiges Zusammenrühren unterschiedlichster Musikrichtungen von sich reden machen.
Was den auf Mainstream gepolten Hörer total erledigt, lässt den vermeintlichen Alleskenner wohlwollend aufhorchen. Endlich dürfen in der Indie-Bibliothek beruhigt Schubladen geschlossen und mit dicken Vorhängeschlössern verriegelt werden. So picken Bands wie WEEN, Redd Kross oder Waltari nur die dicksten Rosinen aus dem saftigen Stil-Stollen und arrangieren die auf dem Gabentisch verteilten Puzzleteile zu vorher nie gesehenen Bildern. Mit viel Charme und Witz lassen sie dabei keine Zweifel aufkommen, dass sich nicht mit fremdem Lametta geschmückt werden will, sondern das Ganze als liebenswerte Reminiszenz an ihre musikalischen Helden zu deuten ist.
Die Newcomer The Dukes stehen klar in dieser Tradition und listen auf ihrer Internetseite sogleich ihr komplettes Punsch-Lieblingsrezept auf. So lassen 20 Gewürze, mit toll klingenden Namen wie The MC5, The Dandy Warhols, The White Stripes, McLusky, Future Of The Left, Black Sabbath, Weezer, Elliott Murphy, The Velvet Underground, The Dead Weather, Nirvana, Fugazi und und und den Festtagscocktail zu einem wohlschmeckenden Burner werden. Zuviel der Zutaten? Nein, denn präziser lässt sich die Quersumme der dreizehn Songs auf Victory einfach kaum beschreiben. Da gibt es etwa die vor Power strotzenden Pop-Hits Low Men, Where Angels Fear To Tread, Sugar Cut und Victory, die Wüstensand ausspeienden Groovemonster The Dukes und The Mangler, das in farbenfrohem Paisley daherkommende Resilient Lovers, das noisige The Stooge, die zu Herzen gehende Überballade Heirs To Icarus und das abschließende und astrein mit Punk infizierte Morphine. Bunter wurde der Baum seit Jahren nicht mehr geputzt.
Dieses Album erweist sich daher als perfektes Weihnachtsgeschenk für jeden Gitarrenmusikfan, denn mit Victory kann der Schenkende einfach nicht viel falsch machen. Viel Spaß beim Wichteln!
Tracklist:
- Low Men
- The Dukes
- Resilient Lovers
- The Mangler
- Where Angels Fear To Tread
- The Stooge
- Sugar Cut
- Nothing In This World
- Laughter
- Victory
- Aftermath
- Heirs To Icarus
- Morphine



