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Interpol
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Roadtrip

Man Up

The Blue Van

Man Up

LabelIceberg Records
VertriebIntergroove
VÖ-Datum12.3.2010

The Blue Van halten einem die Tür zu ihrem 60s und 70s Rock-and-Roll-Vehikel weit und lange offen. Sehr höflich bitten sie mit hinlänglich bekannten Riffs, Melodien und Harmonien Platz zu nehmen in diesem zunächst kuschlig-muffigen musikalischen Gefährt. Die Dänen wissen, wie sie die Fahrt angenehm gestalten können. Auch auf ihrem dritten Album Man Up.

Gegen ein ordentliches R´n´R-Brett ist ja auch eigentlich nichts einzuwenden. Nach dem Opener Be Home Soon wird die Tür zum Bus dann geschlossen und der Roadtrip beginnt. Diente der erste Song mit seinem Rock-Allerlei und dem durchaus ansprechenden Solo als Lockmittel, so drückt der hypnotische Orgel-Rocker und Titeltrack einen soulig in seinen Sitz. Hoffentlich dauert die Fahrt ewig, denkt man bei sich, obwohl bereits das Gefühl hochkommt, das alles schon einmal irgendwie und irgendwo gehört zu haben. Und vielleicht sogar besser, als es nun von dem Quartett um Steffen Westmark vorgetragen wird. Dieses Gefühl manifestiert sich in den folgenden Songs. Die eigenen Blicke schweifen immer wieder in Richtung Fenster, gen Klinke. Bei dem balladesken Lay Me Down And Die betätigen die Dänen dann vorsichtshalber die Zentralverriegelung. Der Trip zieht sich in die Länge, obwohl man schon nur noch daran denken mag, daheim endlich die Kinks, die Small Faces oder auch die Hellacopters aufzulegen. Die wussten alle besser, wie männliche Eigenschaften hervor gehoben werden können.

Aber nichts da. Zum Glück wird das Songmaterial in der zweiten Hälfte von Man Up wieder schneller und damit auch interessanter, bis es mit I'm A Man den Höhepunkt erreicht. Getragen von einem starken Riff, das drückt und einem Song endlich mal so etwas wie Sexyness verleiht. Davon gibt es bei The Blue Van einfach zu wenig für eine Rock´n´Roll-Band. Viel ändern kann der Song leider nicht mehr. Man Up ist gefällig, tut auch nicht weh, aber erinnerungswürdig ist diese Fahrt höchstens, weil man mit vier durchaus sympathisch wirkenden Dänen in einem blauen Bus gefangen war. Wieder in Freiheit widmet man sich dann wieder substanzvollen Platten und The Blue Van sind vergessen.

 

Tracklist:
  1. Be Home Soon
  2. Man Up
  3. Silly Boy
  4. There Goes My Love
  5. Lay Me Down And Die
  6. The Socialite
  7. In Love With Myself
  8. Out Of Control
  9. True
  10. I´m A Man
  11. Stop Thinking Of Yourself
  12. Trees
  13. Put My Name In The Sand
Highlights:

Man Up, I´m A Man

Unsere Bewertung:
4 von 10