
Smooth Operations.
Blonde Redhead
Penny Sparkle
| Label | 4AD |
|---|---|
| Vertrieb | Indigo |
| VÖ-Datum | 10.9.2010 |
Das Trio ist weniger für explizite Textbotschaften bekannt, denn als findige Sound-Band, welche zudem gerne mit gängigen Formen bescheiden experimentiert. Erklären kann dies den speziellen viel-verzweigten Weg der Gruppe. Vom spröden und kantigen Indiegeschrammel und geradezu a-tonalem Noiserock zu raffiniert verhallten, sensibel zögerlichen Liedern im immer weiter expandierenden Popuniversum, die Gruppe hat bereits einige Lied-Meilensteine und Album-Stationen hinter sich.
Während willkürliche Grenzüberschreitungen und momenthafte Versuche – nach Trial And Error-Prinzip – das Noisemusizieren oft bestimmen, kennt Blonde Redheads Musik mittlerweile längst keine Zufälle mehr. Die Lieder der oberflächlichen Smoothness wurden nicht irgendwo zufällig aufgelesen, sondern gewissenhaft konstruiert und konturiert.
Stets resultiert diese Vorgehensweise in weichen und sanften Songs, mit starkem Rhythmusfundament. Die Produktion setzt auf Wucht im Unterbau und liebliche Toppings. Die Achtziger sind dann spürbar und hörbar, Synthpop-Gesäusel und unterschwelliges Dudeln, New Romantic-Schwelgerei, Dreampop-Entlehnungen, Wave-Träumerei, sämtlich maßgeschneidert.
Spannung erzeugt Penny Sparkle kaum, dafür sind die wenig überraschenden Songverläufe einfach zu folgerichtig. Eine Passage schwebt vielmehr in die jeweils nächste. Selbst das Wort Übergang wäre hier zu sehr verknüpft mit abrupten Veränderungen. Kaum merklich treiben Blonde Redheads melancholische Lieder vorüber, hinterlassen dabei ausschließlich Wohliges und sind, in ihrer wattierten Verhalltheit, bereits während des Hörens schöne Erinnerung an große und größte Popmomente.
Tracklist:
- Here Sometimes
- Not Getting There
- Will There Be Stars
- My Plants Are Dead
- Love Or Prison
- Oslo
- Penny Sparkle
- Everything Is Wrong
- Black Guitar
- Spain
Highlights:
My Plants Are Dead, Here Sometimes, Penny Sparkle



