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The Black Box Revelation
Silver Threats
| Label | Piasuk / T For Tunes |
|---|---|
| Vertrieb | Rough Trade |
| VÖ-Datum | 5.2.2010 |
Ein Lächeln kann man sich da kaum verkneifen. Da klaut, Entschuldigung, zitiert The Black Box Revelation direkt in ihrem Opener zum neuen Album Silver Threats abgebrüht Depeche Modes Personal Jesus und machen sich diesen im folgenden Gefüge. Das ist ebenso unwiderstehlich wie charmant. Und nur der Anfang.
Die besten Reisen sind doch die, bei denen niemand vorher weiß, wo es im Endeffekt hingehen wird. Ein Ziel geschweige denn ein Ende ist für die jungen Belgier Jan Paternoster und Dries von Dijck noch nicht auszumachen. Nach ihrem gefeierten Debüt Set Your Head On Fire von 2008, das erst letztes Jahr bei uns erschien, haben sie sich auf Silver Threats vor allem ihren Songstrukturen gewidmet. Nach wie vor machen sie ordentlich Krach, noch immer verzichten sie auf einen Bass, weiter begehen sie die Ecken der Garage, die das Label vom Blues geküsstem Rock´n´Roll zieren.
Doch irgendwas ist anders. Spuckten sie dem Hörer auf ihrem Debüt noch geradewegs ihre Galle vor die Füße, schleichen sie jetzt um ihn herum. Lauern. Schubsen vielleicht ab und zu ein wenig. Und schlagen dann rücklings zu. Mitten auf den Kopf. Der Hörer fällt und ist ihnen erlegen. So macht man sich Freunde. Diese Evolution im Songarrangement dokumentieren Where Has All This Mess Begun oder Run Wild mit am Besten. Here Come The Kick ist nichts geringeres als die bluesige Vertonung eines Sturms, der direkt im Auge des Hurrikans beginnt. Dem Album ist eine gewisse Grundspannung inne, die nur selten weicht. Lediglich bei Sleep While Moving und Our Town Has Changed For Years öffnen The Black Box Revelation vorübergehend ihre Herzen, in dem sonst nur krude Geschichten über Serienmörder und allerhand Obskures Platz finden. Beim folgenden Love Licks, das mit seiner sexy Psychedelia betört, öffnen sie eher ihre Hosen. Gegensätze ziehen sich an.
Dagegen wirken die straighten Garagenrocker auf dem Album fast schon deplaziert und wären wohl auch auf dem Debüt eher Durchschnitt gewesen. Doch die Reise ist ja noch lange nicht zu Ende. Diese verharrt vorerst im Auge des Sturms. Platz für Evolution haben The Black Box Revelation sich mit Silver Threats auf jeden Fall locker erspielt.
Tracklist:
- High On A Wire
- Where Has All This Mess Begun
- Run Wild
- 5 O´Clock Turn Back The Time
- You Better Get In Touch With The Devil
- Do I Know You
- Sleep While Moving
- Our Town Has Changed For Years Now
- Love Licks
- You Got Me On My Knees
- Here Come The Kick
Highlights:
Where Has All This Mess Begun, Sleep While Moving, Here Come The Kick

