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Klare Botschaft
Bibi Tanga And The Selenites
Dunya
| Label | Nat Geo Music |
|---|---|
| Vertrieb | Warner |
| VÖ-Datum | 5.2.2010 |
Dass aus den Tiefen der französischen Republik schon einiges an Musik empor gekommen ist, was groovy ist und nach Hip Hop riecht, dürfte wohl in den letzten Jahren so ziemlich jedem aufgefallen sein. Gut, in jüngster Zeit ist es vielleicht, trotz Impulsen von Wax Tailor oder Le Peuple de l'Herbe, etwas stiller geworden; dafür scheint aber der anscheinend neue Abgesandte des Funk nun umso mehr von sich reden zu machen: Bibi Tanga. Der hat nicht nur irgendwie den richtigen Lebenslauf, sondern auch das musikalische Talent dazu.
Als Kind eines Diplomaten aus der Zentralafrikanischen Republik verbrachte Bibi Tanga die ersten zehn Jahre seines Daseins zwischen Bangui, Moskau, New York oder Washington D.C., um dann letztlich in Paris, quasi zwangsweise, sesshaft zu werden. Die Plattensammlung seiner Eltern führte ihn aber weiterhin auf Reisen, wenn auch musikalischer Natur, und da gab es neben afrikanischer Musik eben auch James Brown, Curtis Mayfield und Bob Marley zu hören. Dass Tanga sich zu Disco, Funk, Soul und Reggae bekennt und hingezogen fühlt, konnte man schon seinen bisherigen Veröffentlichungen entnehmen und die Zusammenarbeit mit Le Professeur Inlassable hat besonders sein Soundspektrum erweitert. Das zeigen auch direkt die relaxten Groove-Perlen am Anfang des neuen Werks Dunya, wo unter dem Mond mit rotem Wein unmissverständlich geswingt wird und
funkige Wellen ans Seine-Ufer schlagen. Als Zwischengang zur Funk- und Soul-Kost gibt es Afrikanische Appetit-Happen, die stellenweise vielleicht ein wenig an Mory Kantés Yéké Yéké erinnern, dann aber wieder hin zu R'n'B und Disco als vorzüglichem Nachtisch führen.
Bibi Tangas Dunya tanzt geschickt zwischen Mayfieldschem Soul und Outkast'scher Progressiviät und die Highlights lassen die wenigen minimal langatmigen Momente schnell übersehen. Vielleicht lassen die Ausflüge in die afrikanische Musik-Sphäre das Album als Ganzes etwas inkonsistent wirken. Das Zeug zum Botschafter eines zukunftsgerichteten World-Funk hat es aber allemal.
Tracklist:
- The Moon
- Red Wine
- Swing Swing
- Dunya
- Pasi
- Let Them Run
- Gospel Singers
- Bê Africa
- Shine
- Bonjour Mon Ami Jean
- Goodbye
- It's The Earth That Moves (Album Version)
Highlights:
The Moon, It's The Earth That Moves (Album Version)

