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Gedärme kneten.

Concrete Catalyst

Beehoover

Concrete Catalyst

LabelExile On Mainstream
VertriebSoulfood
VÖ-Datum3.9.2010

Die entscheidenden Schlachten werden noch immer mit kräftigen Armen und wechselnden Waffen ausgefochten. Das zur skrupellosen Ausübung brutaler Klanggewalt allzeit bereite Duo Beehoover wählt weiterhin Bass und Schlagzeug, wenn sich alles um die Kampfkunst der Donnerschlagmusik dreht. Es wird zwar auch lauthals gesungen, bisweilen reduziert die Zwei-Mann-Band ansonsten die Instrumentierung für Concrete Catalyst in Ausnahmefällen auf ein fragiles Tönen der Konzertgitarre. Ansonsten aber und dauerhaft Mark erschütternd, bleibt das Gedärme durchknetend Konzept bestehen.

Obwohl es immer wieder heisst, dass die Stücke der beiden Musizierenden wie metallischer Prog-Rock funktionieren, bewegt sich ihr Material doch auf anderer, gänzlich anderer Grundlage als der von Dream Theater, Fates Warning, Queensryche, Porcupine Tree oder gar The Mars Volta.
Denn Beehoover vertraut grundlegend stets auf die dunkle Seite des Dröhnens. Das Schwermetall-Material kommt weder aus der ritterlichen Iron Maiden-Liga, noch von Speed-, Thrash- oder Death-Metal. Vielmehr ist jederzeit der Bezug zu epochaler Niederwalzmusik herzustellen. Malmmusiken dürfen durchaus auf drei Fraktionen zu reduziert sein, auf windigen Hawkwind-Spacerock, auf die stets groovenden Black-Sabath-Riff-Stärken und den absurden Donner-Grummel der Melvins.

Was, außer viel Dunkelheit, auch Concrete Catalyst ausmacht, das ist dieses Zwingende, samt schneidendem Bass-Schrubben, von NoMeansNo. Mit den Kanadiern teilt Beehoover durchaus einen Hang zu inbrünstig ausgebreiteten Bombastansatz-Hymnen. Hämmernd und plättend, auf hohem Energieniveau, lärmen diese Heavyness-Auswüchse. Sie sind groß gewachsen, tragen Spuren des Gigantismus in sich. Dafür aber, dass der konstruierte Krach aus der Umlaufbahn wirft, die nötige Bodenhaftung verlieren lässt oder Ursprungsziele entkräftet, sorgt allein schon das Selbstverständnis der Band. Auch für das neue Album bleiben die beiden Musizierenden bei und unter sich. Alles haben sie zu zweit geschafft.

Tracklist:
  1. Oceanriver
  2. Five Minutes Of Resistance
  3. Sultana
  4. Rocking Chair
  5. A Poem
  6. Wild Geese Yell
  7. The Dragonfighter
  8. Counted Is Bygone
  9. Trainer
Highlights:

Trainer, Oceanriver, The Dragonfighter

Unsere Bewertung:
7 von 10
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