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Teen Dream

Beach House

Teen Dream

LabelBella Union
VertriebCooperative Music/Universal
VÖ-Datum19.2.2010

Victoria Legrand und Alex Scally berichten über die Entstehung des dritten Beach House Albums Teen Dream, es sei ein aufwühlender und ermattender Prozess gewesen, der alle Beteiligten auf eine Zerreißprobe und vieles infrage gestellt hätte. Gut, dass sie davon erzählen, denn es ist Teen Dream in keinster Weise anzuhören. Vielmehr rotiert hier eines der vielschichtigesten und ausgereiftesten Adult-Indie-Pop-Platten seit den Fleet Foxes in der Anlage.

Die Kopfhörer sollten dabei auf keinen Fall vergessen werden, denn Teen Dream benötigt Aufmerksamkeit. Beach House wollen sich nicht aufdrängen. Die Songs sind niemals aufgedunsen, überfüttert oder lauter als nötig. Manchmal könnte gar der Eindruck entstehen, die Musik plätschert einfach nur so daher. Dies wäre ein Irrtum. Hier sitzt alles; es ist aber keine kalte Perfektion. Dafür sind die Melodien zu zart, zu eingängig. Und diese sind es auch in Verbindung mit den intelligenten, vielsagenden Texten, die es sich erst behutsam in den Gehörgängen bequem machen, den Hörer anlocken an einen bestimmten Punkt, an dem er verharrt. Ganz schnell und schmerzlos öffnet sich die Falltüre und Legrand und Scally haben einen erwischt. 10 Mile Stereo, das einen zunächst einlullt, sich dann aber grandios steigert und in einem finale furioso endet. Zebra, der Opener, dessen Gitarrenlauf zum Träumen einlädt. Norway, die Single, so süß und doch so verstörend mit den leiernden Instrumenten im Hintergrund. Nur der Rhythmus erstrahlt hell und klar. Real Love, der reduzierteste und zerbrechliste Song, getragen von einem Klavier und einem Metronom. Immer funktioniert der Trick. Anlocken. Verharren. Falltür auf. Hörer rein.

Teen Dream ist das dritte Album der Band aus Baltimore und sollte ihnen ebenfalls eine Tür öffnen: jene zu einem größeren Publikum. Denn Beach House sind zum ins Herz schließen. Und man bekommt viel zurück und den Abschied in Take Care hätten sie nicht schöner formulieren können. „I´ll take care of you / If you ask me to. That´s true.“

Tracklist:
  1. Zebra
  2. Silver Soul
  3. Norway
  4. Walk In The Park
  5. Used To Be
  6. Lover Of Mine
  7. Better Times
  8. 10 Mile Stereo
  9. Real Love
  10. Take Care
Highlights:

Norway, Used To be, Real Love

Unsere Bewertung:
8 von 10