Bigsize

Platte der Woche

Beach House
Bloom

Aktuelle Platten

Emanzipation

Climb Up

Apse

Climb Up

LabelATP Recordings
VertriebIndigo
VÖ-Datum23.10.2009

Aus und vorbei, das Verharren in mystischer Starre. Die Zurückgezogenheitsperiode ist abgeschlossen. Das Verhaltene, die introvertierte, sanft intonierte Betroffenheit weicht zurück. Auch die repetetive Beschwörung gutmütiger Geister. Bye, bye Post-Rock.

Am eigenen Schopf zieht Apse sich aus dem Dunkel, um wagemutig und optimistisch durch Träume einer entfesselten Rockmusik zu taumeln. Angekommen in einem psychedelischen Stadium, bleibt die Musik zwar weit weniger überdreht und farbenfroh als die vergleichbarer Gruppen, wie etwa Portugal.The Man, doch der Schritt hin zum inspirierten Irrsinn hat sich sehr gelohnt.

Muteten die Stücke von Apse bisher eher so an, als haben die Beteiligten sich Reduktion und Strenge strikt auferlegt, darf nun viel geschehen. Und weil die Erinnerung an schöne, vorangegangene Momente anhält, hat die Gruppe keines ihrer neuen Lieder überfrachtet.

Sicherlich ist der Selbst-Wiederholungsunwille der Gruppenköpfe Robert Toher und Michael Gundlach ein Grund dafür, dass Climb Up klanglich und kompositorisch nur wenig mit seinem Vorgänger gemein hat. Allerdings ist Apse mittlerweile eben tatsächlich eine ganz andere Band geworden, auch personell. Deswegen unterscheiden sich die Lieder stark in ihrem Charakter. Sie sind, von trance-artig bis dringlich, von Synthpop bis Spacerock, auf einem spannungsreichen, gemäßigten Experimentierfeld heimisch. Die verblüffende Frische, welche die Mehrzahl der zwölf Stücke auszeichnet, dürfte ferner daher rühren, dass sämtliche Aufnahmen in Eigenregie entstehen konnten. Emanzipation, die wieder nur Vorzüge mit sich führt.

Tracklist:
  1. Blown Doors
  2. 3.1
  3. All Mine
  4. Rook
  5. In Gold
  6. The Age
  7. Tropica
  8. The Whip
  9. Lie
  10. The Return
  11. Climb Up
  12. Closure
Highlights:

Closure, Lie, Blown Doors

Unsere Bewertung:
7 von 10
Skyscraper