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Wortgewandt und individuell
Andrew Vladeck
The Wheel
| Label | End Up |
|---|---|
| Vertrieb | Cargo |
| VÖ-Datum | 5.3.2010 |
Andrew Vladeck. Dieser fast unaussprechliche Name gehört zu einem amerikanischen Songwriter aus der aufregenden Stadt New York. Mit The Wheel präsentiert er nun sein drittes Full-Length-Album. Dass er bisher in Deutschland noch nicht so groß in Erscheinung getreten ist, mag wohl daran liegen, dass er sich viel Zeit zwischen seinem letzten Album und dem neuen gelassen hat, denn ganze vier Jahre ist es nun her, dass er ein Album veröffentlichte. Seine Stimme klingt ein wenig nach Bob Dylan, sein Aussehen erinnert entfernt an Bruce Springsteen. Und alles zusammen lässt ihn sehr sympathisch erscheinen.
Musikalisch ist Vladeck im Americana zu Hause. Das strahlt er aus und das lebt er auch in seiner Musik. An manchen Stellen klingt er zunächst etwas unmelodisch, was allerdings eher seiner Art des Singens geschuldet ist, erzählt er doch vielmehr Geschichten, als dass er tatsächlich ein Lied singt. Packende Lyrics gepaart mit Gitarre, Banjo, Ukulele und was sonst noch zu dieser Art von Musik gehört, schaffen eine heimische Atmosphäre. Natürlich kommt in so einem Rahmen auch die Mundharmonika nicht zu kurz. Größtenteils bieten die Arrangements keine großen Überraschungen, bis auf einige Elemente, die man im Americana-Sound der heutigen Zeit eher weniger zu hören bekommt. So driftet er teilweise sogar in psychedelische Sphären ab. Hier zeichnet sich große Individualität ab. Einerseits setzt er klassische Elemente des Americana-Stils ein, andererseits macht er daraus seinen eigenen und unverfälschten Sound. Am prägnantesten ist jedoch seine Stimme und die Art wie er sie zum Einsatz bringt. Vladeck fesselt durch die Dramaturgie seiner Erzählungen, den Hörer an seine Lippen.
Alles in allem ist The Wheel ein zu großen Teilen stimmiges Album, in dem facettenreiche Musik und die Wortgewandtheit des Künstlers eine Symbiose bilden. Es wird langsam Zeit, dass der New Yorker Musikliebhaber über seine Heimat hinaus begeistern kann.
Tracklist:
- Hold Me Back
- You Can't Kill Time
- The 21st Century
- Magnet
- The Songs You Inspire
- Waiting For The Coffee To Kick In
- The Wheel
- These Streets
- Don't Look Down
- I Want You Near
- Avenue U
- Chinatown
- The 21st Century (Acoustic)
Highlights:
Hold Me Back, Magnet, Avenue U

