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Oliver Koletzki ist ist im Liebesrausch (+Albumverlosung) - Alternative Nation
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Interpol
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Das fünfte Element
Das fünfte Element
Mastodon
Mastodonten sind die Urform der heutigen Elefanten. Gerne wurde im Zusammenhang mit der Band aus Atlanta, Georgia, dieses Bild gebraucht. Ein riesengroßes Vieh, das einen einfach plattwalzt. Somit erspielten sich die Jungs innerhalb der letzten Jahre einen Ausnahmestatus in der harten Szene. Nach drei Alben kam 2006 mit Blood Mountain nicht nur der bisher bekannteste und vielleicht beeindruckenste Schritt, sondern auch der Wechsel zu einem potenten Major-Label. Während Blood Mountain aber keinerlei Kompromisse durchschimmern ließ, ging man bei Crack The Skye sogar noch einen Schritt weiter und heuerte Brendan O´Brien als Produzenten an, den man unter anderem als Mann hinter den Reglern bei Papa Roach, Limp Bizkit oder Rage Against The Machine kennt.
Klar also, dass Crack The Skye eine etwas andere Richtung einschlägt. Troy Sanders (Bass) und Bill Kelliher (Gitarre) wollen das aber als bewussten Schritt verstanden wissen. Man wollte eher in Richtung 70er Jahre Hardrock gehen. "Und Weil Brendan eher ein Rock-Produzent ist, sind wir auch dort angekommen", freut man sich. Dafür hat man extra nur "alte Marshall-Verstärker und Vintage-Gitarren aus der Zeit" benutzt. Klar, dass man das auf Crack The Skye irgendwie hört.
Sänger Brent Hinds weiß auch "Wir haben sicher acht Jahre gebraucht, um dieses Level zu erreichen. Da stecken auch neun Jahre Kameradschaft drin." Oder anders ausgedrückt, es mussten erst vier Platten über die Elemente Luft, Wasser, Feuer und Erde geschrieben werden, ehe das fünfte Album über den Äther diese Sammlung komplettieren konnte. "Die dunkle Materie, die das Universum beherrscht, das reinste aller Elemente. Es ist das fünfte Element, dies ist unsere fünfte Platte, das macht also alles Sinn. Mit dieser Platte haben wir alle Elemente abgehandelt", meint Troy. Wobei wir auch wieder beim Thema Urgewalten wären, das ja so oft bei Mastodon mitschwingt.
Im Übrigen war man mit der Arbeit mit O´Brien so zufrieden, dass man auch beim nächsten Mal mit ihm zusammenarbeiten will. "Er kann gut kommunizieren. Er hat eine nette Art, einen von etwas zu überzeugen", meint Bill. Dazu kommt, dass man zum ersten Mal komplett zuhause in Atlanta im Studio war. Ein großer Vorteil allein deshalb, weil man jeden Abend im eigenen Bett nächtigen konnte. Auch Rockstars mögen es halt gemütlich.
Weniger gemütlich wird es aber dann, wenn man wochen- ja vielleicht monatelang an Songs gearbeitet hat, diese auch live zu spielen. Oftmals fragt man sich, wie sie das überhaupt machen. Brent meint dazu recht einfach: "Es ist nicht ganz leicht, aber wir lieben es, gefordert zu werden. Es ist doch toll, etwas zu tun, von dem du nicht wusstest, dass du es kannst." Und diesen Spaß braucht man sicher auch, um alle Ideen, die Mastodon in ihren Songs verpacken, adäquat umzusetzen.
Wie schon erwähnt, ist Crack The Skye im Gegensatz zum ziemlich durchgeknallten Blood Mountain eher ein bodenständigeres 70er-Rock Album, das in Richtung King Crimson oder sogar Black Sabbath geht. Da stellt sich natürlich die Frage, was die alten Fans davon halten. Aber auch hier hat Brent eher versöhnliche Worte: "Wir müssen die Platte machen, die uns glücklich macht. Es ist zwar nicht so, dass wir das für die Leute machen, aber es ist doch schön, wenn sie es mögen." Und das wird sicher auch die Plattenfirma freuen. Und gerade in diesem Zusammenhang ist der Band auch wichtig, dass die Fans nicht "schreiben: Jetzt mit Brendan O´Brien haben sie sich verkauft." Denn abgesehen davon, dass das gemein wäre, ist es wohl auch schlicht falsch.
