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Frankfurt, Brotfabrik

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Herman Dune (4.10.2011)

Wäre David-Ivar von Herman Dune kein Musiker geworden, könnte er sein Brot genauso gut als Comedian verdienen. Talent dazu hat der Franzose auf jeden Fall. Gut für Herman Dune-Konzertbesucher, denn die bekommen die geballte Ladung David-Ivar ab, musikalisch wie komödiantisch. Auch in der nicht ganz gefüllten Frankfurter Brotfabrik hatte der Sänger sichtlich Spaß daran, seinen lakonischen Humor an Mann und Frau zu bringen und sicherte sich und seiner Band damit noch einmal Extra-Sympathie-Punkte – was nach dem unglaublich niedlichen Video zu I Wish That I Could See You Soon eigentlich gar nicht mehr nötig gewesen wäre.

Wenn David-Ivar, mit Rausche-Bart und Schlapphaut, dem Publikum nach dem Stimmen seiner Gitarre in seinem überaus französischen Englisch trocken versichert, das Stimmen sei „good for everyone“, muss den Zuhörern einfach das Herz aufgehen. Sieht der Konzertbesucher dann auch noch Cosmic Neman in Charlie Watts gleicher Eleganz, stets mit einem Lächeln auf den Lippen, an der Pauke oder den Drums, stört es ihn auch nicht, dass Herman Dunes Darbietung nach knapp anderthalb Stunden schon wieder vorbei ist.
In dieser Zeit liefern die Jungs eine bunte Mischung ihres Repertoires ab: Mit einem rockigen In The Long Long Run vom neue Album Strange Moosic eröffnen die Musiker, unterstützt durch einen Bassisten, das Set, um dann immer wieder zwischen rein akustischer Singer/Songwriter-Performance von David-Ivar allein und Indie-Rock-Band-Darbietung abzuwechseln. Songs von Strange Moosic machen den Hauptanteil des Abends aus, doch auch ältere Stücke wie Alltime-Favorit I Wish That I Could See You Soon und ein fulminantes A Blessing And A Curse sind im Frankfurter Set der beiden Franzosen zu finden. Einer der Höhepunkte des Abends ist sicherlich die Zugabe mit Ah Hears Strange Moosic, das David-Ivar und Cosmic Neman gemeinsam mit Support-Band Sean Flinn performen. 

Doch nach Frankfurt haben die beiden Anti-Folk-Helden erst mal genug von Deutschland. Höflich wie sie eben sind, verabschieden sie sich noch artig vom Frankfurter Publikum, um zu neuen Abenteuern in anderen Ländern auszuziehen. Bleibt einzig und allein zu sagen: I Wish That I Could See You Soon!

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