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Köln, Live Music Hall

Köln, Live Music Hall

The Wombats (16.4.2011)

Das ausverkaufte Venue zwingt die Klimaanlage in die Knie. In der Live Music Hall scheint die Luft zu stehen; die Luftfeuchtigkeit ist unerträglich und lässt so mancher Konzertbesucherin zum Ende hin Schwierigkeiten bereiten. Und die Bühnenpräsenz der Band aus Liverpool scheint ihr Restliches dazu beizutragen.

Doch zunächst entert die Vorband Morning Parade die Bühne. Dass sie vor den angesagten Wombats auftreten ist angesichts der großen Hoffnungen in die Band eine willkommende Gelegenheit ihre neue EP Under The Stars vorzustellen und auf das kommende Release hinzuweisen. Die halbstündige Performance zeigt die Qualitäten der Band, die mit dem Song Under The Stars gleich zu Anfang den eingängisten Song abfeuern. Doch so richtig will die Performance und das Songmaterial nicht zünden. Die Mischung aus Killers, Britrock und Studiomusikerperfektion ist bei dem auf Party eingestelltem Publikum weniger heiß willkommen, auch wenn sich die Besucher an diesem Abend wohlwollend und tolerant mitziehen lassen.

Als die Wombats die Bühne betreten, kocht die Stimmung über. Das scheint selbst die nahezu gestandenen, wenn auch jungen Wombats so aus der Bahn zu werfen, dass sie den Opener, das A capella-Stück Tales Of Girls, Boys & Marsupials, durch unaufhaltsames Lachen der drei Akteure abbrechen müssen und mit Kill The Director endlich zum Tanzen einladen. Im Nu verwandelt sich das Publikum in eine tanzende Masse, die selbst bei den herrschenden Luftverhältnissen die Tanz- und Singwut knapp 70 Minuten durchhält. Und vor allem die erste Reihe scheint sich von nichts negativ beeindrucken zu lassen, während viele Besucher den Eingang zur Live Music Hall als willkommene Frischluftzufuhr nutzen. Sämtliche Songs werden gefeiert. Seien es die Neuen, vom kommenden Album This Modern Glintch wie Our Perfect Disease, Jump Into The Fog, Schumacher The Champagne, 1996 und Techno, die Klassiker Moving To New York, My First Wedding, die Zugabe Let's Dance To Joy Division oder die neue erfolgreiche Single Tokyo (Vampires & Wolves) - für die Fans scheint es dort kaum Unterschiede im Unterhaltungsfaktor zu geben.

Und so schlängelt sich die Masse nach dem Konzert sichtlich angeschlagen und schweißgetränkt, aber erfreut durch den Ausgang, um Platz zu machen, für die Partygänger, die auf die Musik aus der Konserve warten.

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