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The Boxer Rebellion (25.3.2011)

The Boxer Rebellion haben gezeigt, dass die Billboard-Charts auch ohne Plattenvertrag zu erreichen sind. Mit der digitalen Veröffentlichung Unions preschten sie auf den respektablen 82. Platz der Albumcharts vor und die Single Evacuate wurde so etwas wie das Aushängeschild der Londoner. Dass der Nachfolger The Cold Still, dieses Mal mit einem Label im Hintergrund, den Erfolg steigern würde, war die logische Konsquenz und so ist es wenig verwunderlich, dass die Band sich langsam aus dem Geheimtipp-Status herausarbeitet.

Das bald wahrscheinlich zur Geschichte des Kölner Musiklebens zählende Underground war an diesem Abend bestens besucht und lauschte mehr oder weniger dem Supportact Eddie Rogert, der versuchte, das Publikum mit seinen Songs zu erreichen und fehlschlug. Das eher ungewöhnliche Verhalten des Kölner Publikums offenbarte, wie sehr sie den Hauptact sehen wollte und dieser begann mit der erfolgreichen Single des neuen Albums Step Out Of The Car. Es zeigte sich schnell, dass der Sound dieses Abends der Band nicht gerecht werden würde; doch dieser konnte das Erlebnis von The Boxer Rebellion nur minimal trüben, deren Qualitäten jedoch in keiner Weise schmälern. Vor allem Sänger Nathan Nicholson stach mit gefühlvollem und sehr klarem Gesang heraus.

The Boxer Rebellion

Viel reden wollte Nicholson nicht. Stattdessen sprachen die Songs und deren Performances für sich. Caught By The Light, das obligatorische und gefeierte Evacuate, Both Side, Spitting Fire, The Runner, Semi, Doubt, Water Melon und No Harm, um nur einige der Songs des Abends zu nennen, hinterließen allesamt Eindruck und es war beeindruckend, wie straight sich The Boxer Rebellion durch die ruhigen Passagen spielten und damit unterstrichen, wie perfekt sie aufeinander eingspielt sind. Dass in einem kleinen Konzertraum wie dem Underground störende Kommunikationen einiger Besucher untereinander gerade in diesen Passagen negativ auffielen, war der kleine Wehrmutstropfen des Abends. The Boxer Rebellion schien es egal, zog den mehrheitlichen Rest auf seine Seite und verabschiedetete das Publikum mit der Zugabe Cause For Alarm aus einem gelungenen Konzert.

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