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Köln, Live Music Hall

Köln, Live Music Hall

Emiliana Torrini (6.10.2009)

Emiliana Torrini schafft es, die Herzen zu rühren. Deswegen kommen Konzertbesucher auch gerne wieder zu ihren Auftritten, was zur Folge hat, dass die Veranstaltungsorte in ihrer Größe zunehmen. Doch nicht nur die Zufriedenheit des Kölner Publikums nach dem letzten lokalen Auftritt in der Kulturkirche im Februar bewirkte einen Zustrom an Ticketkäufern, sondern auch die Single Jungle Drum, die seit Monaten die Radios und Supermärkte Deutschlands beschallt.

Die Bühne im typischen Island-Design gestaltet – handgemalte Vögel auf Transparenten – sollten wohl das Image des Natürlichen und Selbstgebastelten verstärken. Der Versuch, den charmelosen Lagerraumcharakter der Live Music Hall etwas heimeliger zu gestalten, verfehlte jedoch seine Wirkung. Auch der Sound der übergroßen Garage ließ schwer zu wünschen übrig. Da schafft die Kölner Kulturkirche doch ein anderes Ambiente. Die süßen Ansagen zwischen den Songs, so wie ihre herzbewegenden Balladen waren lieb gemeint und durchaus einfühlsam dargeboten. Doch auch hier wurde dem Publikum ein Strich durch die Rechnung gemacht. Zwei Theken links und rechts der Bühne ließen erst gar keine intime Stimmung aufkommen. Klirrende Gläser und das Krachen von Bierkästen waren zu oft lauter als die rührende Sängerin aus Island. Das alles lag mit Sicherheit nicht an der Torrini, sondern am Veranstalter. Man lernt aus so einem Konzert, dass nicht nur das Programm entscheidend für die Abendplanung ist, sondern auch der Veranstaltungsort. Was bleibt sind nostalgische Erinnerungen an ein gelungenes Konzert in der Kulturkirche, noch bevor Emiliana Torrini ihren großen Erfolg in Deutschland mit der Single Jungle Drum hatte.