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Berlin, Admiralspalast

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Muse (7.9.2009)

Keine 20 Minuten hat es gedauert, da war das Konzert von Muse im Berliner Admiralspalast ausverkauft. Und das, obwohl in dieses altehrwürdige Gebäude doch etwa 2000 Leute passen. Da allerdings auch sehr viele Tickets verlost wurden, sei dahingestellt, wieviele Tickets wirklich im freien Verkauf waren. Außerhalb Englands war diese Show in jedem Fall die einzige Möglichkeit, neue Songs des Albums The Resistance zu hören, bevor dieses offiziell erscheint.

Und natürlich fing es auch direkt mit dem neuen Album an: Die in der Woche zuvor erschienene Single Uprising diente als Opener. Keine große Überraschung. Live klingt der Song aber um einiges wuchtiger und weiß wesentlich mehr zu überzeugen als auf Platte. Auch sonst weiß das Set wenig zu überraschen, außer durch die gelegentlich eingestreuten Gitarrenriffs, bei denen – im Gegensatz zur sonstigen Musik der Band – der Band nichts zu platt war.

Muse verabschieden sich, indem sie Dampf ablassenSo spielt man sich mit viel Spielfreude bei perfektem Sound durch ein Set, wie man es erwartet. Natürlich kann man sich bei einer Band wie Muse, die über vier Alben hinweg so manchen großartigen Song geschrieben hat, immer beschweren, dass etwas fehlt. Dass vom ersten Album nur Cave (das dafür aber auch in neuem Gewand) gespielt wird. Dass auch Origin Of Symmetry unterrepräsentiert ist und sowieso viel zu viele Singles im Set ihren Platz finden. Aber wäre das nicht Jammern auf höchstem Niveau?

Richtig ist nämlich auch, dass Muse schlicht und ergreifend eine der besten Live-Bands dieses Planeten sind und man froh sein kann, wenn man sie nicht erst bei der Tour durch die großen Arenen Ende des Jahres sehen durfte. Und dass alle Songs des neuen Albums, das etwa zur Hälfte gespielt wurde, zu überzeugen wussten. Und dass diese 90 Minuten Indie-Rock einen mit dem besten Gefühl nach Hause geschickt haben, das man haben kann, wenn der Herbst vor der Tür steht.