
Perfekter Festivalmoment inklusive
Perfekter Festivalmoment inklusive
Fest van Cleef (12.7.2009)
"Kein Festival ohne Regen" hat sich das Grand Hotel van Cleef gedacht und brachte am 12. Juli das Fest van Cleef nach Essen in den Delta-Park. Das Fest van Cleef fand draußen statt, was trotz wechselhaftem Wetter eine gelungene Location war.
Thees Ullmann seines Zeichens Lyriker hat die Mühe auf sich genommen, jedem seiner Acts des diesjährigen Fest Van Cleefs Gedichte auf den Leib zu schreiben, die er während seiner Ansagen stolz vortrug.
Den Anfang machte pünktlich zu den ersten Regenschauern Gisbert zu Knyphausen mit seiner Band. Während er sich gleich zu Anfang auf sehr charmante Art von der Melancholie verabschiedete, besang er im Laufe seines Sets den Sommertag und präsentierte sogar einige neue Stücke.
Mit Muff Potter kam dann das totale Kontrastprogramm. Nagel und seine Bandkollegen haben eine beachtliche Leistung hingelegt. Zu schade, dass dem Ganzen die Trennung folgte. Wer aber noch die Gelegenheit dazu haben sollte, Muff Potter während ihrer verbliebenen Konzerte zu sehen, sollte diese Gelegenheit nutzen. Es lohnt sich.
Die Killians, Deutschlands wohl erfolgreichsten Newcomer ließen sich daraufhin auch nicht lumpen und setzten mit voller Kraft dort an, wo Muff Potter aufgehört hatten. Besangen ihre nur 40km entfernte Hometown Dinslaken und das Publikum schien vollends begeistert.
Bis hierhin hielt die Sonne noch einigermaßen tapfer den Wolken stand. Dann kamen Why? aus Kalifornien auf die Bühne. Es schien als ob der Regen nur auf die Jungs aus dem Sonnenstaat gewartet hätte. Das Publikum lichtete sich langsam, um den Fingernageldicken Regentropfen zu entkommen. Dennoch schafften Why? es mit ihrer Musik, in diesem Regen den perfekten Festivalmoment zu schaffen. Zurück blieb ein fasziniertes Publikum.
Tomte, die einzige Band, die an diesem Abend nicht auf der Bühne angesagt wurde, zeigte, weshalb die meisten der Besucher auf dieses Festival gekommen sind: um Tomte zu sehen. Dies wurde direkt durch Mitsingen jeder einzelnen Textzeile kundgetan. Wie auf Bestellung schien auch die Sonne wieder.
Fehlte also nur noch der Headliner des diesjährigen Fest van Cleef: Element of Crime. Sven Regener zeigte auf der Bühne, dass die ganze Schreiberei seiner Performance keinen Abbruch getan hat. Zugaben durften sie auch spielen, eine davon war June Carter Cashs Storms on the Ocean. Ein gelungener Abschluss für diesen wundervollen Festivaltag.


