
Palladium, Köln
Palladium, Köln
Mando Diao (8.4.2009)
Mando Diao sind mehr als "in". Nicht nur ihr aktuelles Album Give Me Fire verrkaufte sich rasend, sondern auch die Tour war rasch ausverkauft. An jenem lauwarmen Frühlingsabend füllte die Band das Kölner Palladium mit rund 5000 begeisterten Fans.
Los ging es mit Sheepdog, der erste Song des Debüts Bring ‘Em In, auf den die Nummer You Got Nothing On Me des aktuellen Albums folgt. Der zweistimmige Gesang der beiden Sänger Björn Dixgard und Gustav Noren lässt keine Wünsche mehr offen und bringt die Stimmung kurzerhand zum Brodeln. Das Hip-Hop lastige High Heels leitet über in Good Morning, Herr Horst, welches eine lautstarke Entschuldigung an den Protagonisten ist, als sie damals Müll auf der Straße herum traten, bis der Obdachlose Horst kam und sich beschwerte, es sei sein Schlafzimmer, was da verwüstet werde. Das Palladium grölt laut den Chorus mit, bis es dann etwas ruhiger wird und die beiden Sänger ohne Band ihre Ode Ochrasy darbieten. Bei Ringing Bells steigt auch das Schlagzeug wieder dezent ein, The Shining soll dem Publikum gehörig Feuer unter dem Allerwertesten bereiten und dieses Feuer wird an diesem Abend nicht mehr erlischen. Ein Hit folgt dem nächsten und bringt die Stimmung mit den Megahymnen God Knows und Down In The Past endgültig zum Überkochen. Björn Dixgard brüllt wie ein junger Teufel ins Mikro und wird trotz der Unterstützung zweier Soulsänger vom Publikum übertönt. Kurzweiliger hätte es nicht sein können, denn schon ist man fast am Ende des Abends angelangt und die fünf Schweden kommen für die Über-Zugabe Dance With Somebody zurück auf die Bühne. Nun bleibt selbst keine Thekenkraft mehr unberührt, alle springen, tanzen, singen und feiern zu der unglaublichen Energie von Mando Diao. Als die Band dachte, sie könne nach Long Before Rock N’ Roll Feierabend machen, hatten sie sich wohl getäuscht. Das Kölner Publikum ist auf dem Zenit der Stimmung angelangt und will mehr! Die Band kam zurück, entledigte sich der komplett durchgeschwitzten Hemden und griff beherzt zur Akustikgitarre, um die tobenden Fans mit zwei Folknummern und Lagerfeueratmosphäre etwas zu beruhigen.
Der Vorrat an Mando Diao Hits ist mittlerweile fast unüberschaubar geworden. Doch die Auswahl stimmte perfekt, kein Album wurde übergangen und die Fans gingen ähnlich durchgeschwitzt wie die Band nach Hause. In den Köpfen vieler werden Pläne rumgeistern, die Band bei ihrer Zusatztour im Herbst nochmals zu sehen.


